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Sonnensystem: Plutos dunkle Seite

Lang ersehnte Bilder von der Rückseite des Zwergplaneten zeigen Pluto in neuem Licht. Unter anderem verdichten sich die Hinweise auf flüssiges Wasser auf der eiskalten Welt.
Der Zwergplanet Pluto

Als die NASA-Raumsonde New Horizons im Juli 2015 an Pluto vorbeiflog, waren ihre Bilder eine große Überraschung. Zu sehen war eine wesentlich dynamischere und vielseitigere Welt, als Wissenschaftler sich im Vorfeld erträumt hatten. Auf Pluto ragen nicht nur Klippen aus gefrorenem Stickstoff wie zerklüftete Fjorde in die Höhe, sondern auch Blöcke aus Methaneis, teils so hoch wie Wolkenkratzer. Die Oberfläche des Zwergplaneten durchziehen außerdem Risse, die tiefer sind als der Grand Canyon, während mancher Eisvulkan sogar den Mount Everest in den Schatten stellt.

Und dann ist da natürlich noch das riesige herzförmige Gebiet auf der einen Seite des Zwergplaneten, das Raumfahrtenthusiasten in den Tagen nach New Horizons‘ Vorbeiflug in Entzücken versetzte. »Ich hatte zwar erwartet, dass Pluto ein Paradies für Wissenschaftler ist«, sagt New-Horizons-Teammitglied Leslie Young vom Southwest Research Institute in Boulder, Colorado. »Aber wer hätte gedacht, dass er so schön ist?«

Der erste Blick auf Pluto liegt mittlerweile knapp fünf Jahre zurück, doch Forscher wie Young haben seitdem immer wieder neue Aufnahmen der fernen Welt zu sehen bekommen …

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  • Quellen

Cruikshank, D. P. et al.: Prebiotic chemistry of Pluto. Astrobiology 19, 2019

Nimmo, F. et al.: Reorientation of Sputnik Planitia implies a subsurface ocean on Pluto. Nature 540, 2016

Stern, S. A. et al.: Pluto's far side. Icarus, 10.1016/j.icarus.2020.113805, 2020

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