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Profil: Ausgeschlafener Gedächtnisforscher

Dem Neurowissenschaftler Jan Born verdanken wir spannende Erkenntnisse darüber, was das Gehirn mit dem tagsüber Gelernten in der Nacht so alles anstellt.
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Jan Born wurde 1958 in Celle geboren. Er studierte Psychologie an der Universität Tübingen. Nach seiner Habilitation in Physiologie an der Universität Ulm übernahm er 1989 die Professur für Physiologische Psychologie an der Universität Bamberg. Von dort folgte er 1999 einem Ruf an die Universität zu Lübeck, wo er ab 2002 das Institut für Neuroendokrinologie leitete. 2010 übernahm der Schlafforscher den Lehrstuhl für Medizinische Psychologie in Tübingen. Born entdeckte die besonderen Funktionen des Tiefschlafs für die Gedächtnisbildung. Für seine Arbeit erhielt er 2010 den Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis.

10/2015

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist 10/2015

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  • Ausgewählte Werke

Rasch, B., Born, J.: About Sleep’s Role in Memory. In: Physiological Reviews 93, S. 681 – 766, 2013
Dieser Übersichtsartikel fasst die Rolle des Schlafs für das Langzeitgedächtnis zusammen.

Rasch, B. et al.: Odor Cues during Slow Wave Sleep Prompt Declarative Memory Consolidation. In: Science 315, S. 1426 – 1429, 2007
Beim Lernen eingeatmete Gerüche, die im Tiefschlaf erneut präsentiert werden, reaktivieren Gedächtnisinhalte und festigen diese dadurch.

Wagner, U. et al.: Sleep Inspires Insight. In: Nature 427, S. 352 – 355, 2003
Im Schlaf wird das tagsüber Gelernte neu strukturiert, so dass wir am nächsten Tag darin verborgene Gesetzmäßigkeiten eher erkennen.