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Dieselmotor

Projekt »Sauberer Diesel«

Raffinierte Katalysatoren, Biokraftstoffe und diverse Filter nehmen dem Diesel das Negativ-Image der Dreckschleuder. Die neuen Technologien sollen helfen, immer strengere Grenzwerte zu erfüllen.
Sauberer Diesel
Der Trucker öffnet die Tür seines Lasters, steigt auf den Fahrersitz und erklimmt das Dach. Er hält ein Taschentuch über die Auspufföffnung – Ruß. »Reicht das?«, fragt er mich. Nur wenige Meter von diesem Lkw entfernt, der im Leerlauf auf dem Rastplatz in New Jersey vor sich hin tuckert, steht eine Limousine des Typs Mercedes-Benz E320 Bluetec. Ich starte den Dieselmotor und spanne ein sauberes Stückchen Stoff über den Auspuff. Auch nach einer vollen Minute kaum eine Verfärbung! Wie der Taschentuchtest beweist, muss ein »sauberer Diesel« kein Widerspruch in sich sein. Dieses Antriebsaggregat galt lange als Dreckschleuder, nicht zuletzt wohl auf Grund seiner enormen Langlebigkeit, denn selbst jahrzehntealte Exemplare sind heute noch auf den Straßen unterwegs. Der E320 aber gehört zu einer neuen Generation, die viel weniger Schadstoffe emittiert, ohne den Vorteil geringen Kraftstoffverbrauchs preiszugeben. Angetrieben von einem 3-Liter-V6-Motor kommt der E320 mit einer Tankfüllung rund 1200 Kilometer weit.

Geschickt kombinieren die Entwickler eine optimierte Motortechnik mit neuen Abgassystemen und schwefelarmen Kraftstoffen. Das Ergebnis kann sich nicht nur im wahrsten Sinn des Wortes sehen lassen, es erfordert auch keinen exorbitanten Aufpreis. »Der E320 Bluetec wird nur etwa 750 Euro mehr kosten als die entsprechende Benziner-Version«, verspricht Thomas Weber, für Forschung und Entwicklung zuständiges Vorstandsmitglied von DaimlerChrysler am 15. Oktober 2006, dem Tag, an dem in Amerika schwefelarmer Dieselkraftstoff an 76 500 Tankstellen eingeführt wurde.
August 2007

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft August 2007

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