Direkt zum Inhalt
Login erforderlich
Dieser Artikel ist Abonnenten mit Zugriffsrechten für diese Ausgabe frei zugänglich.

Strukturbiologie: Proteine als Brückenbauer der Evolution

Ein unscheinbares Nesseltier, aber Vielzeller wie wir, illustriert an seinen Miniatur-Kollagenen, wie schon winzige Mutationen große Sprünge erlauben – und gleichzeitig gleitende Übergänge, wie die Evolutionstheorie sie fordert.
 Laden...
Evolution heißt Entwicklung und bedeutet nichts anderes, als dass eine Struktur aus der anderen hervorgeht. Veränderungen vollziehen sich auf der Ebene der Erbsubstanz DNA, äußern sich aber in den Proteinen, deren Bauanweisungen in den Genen verschlüsselt sind. Wer Evolution auf molekularer Ebene verstehen will, muss daher Form und Funktion der Proteine im Auge behalten.

Wie bei allen komplexen Problemen bietet es sich an, auf einer einfachen Stufe zu beginnen, wo die Dinge überschaubarer sind. Wir beschäftigen uns daher mit einer Familie kleiner kollagenartiger Eiweißstoffe bei einem einfachen Vielzeller – dem zu den Nesseltieren gehörenden Süßwasserpolypen. Und daran konnten wir am Institut für Molekulare Evolution und Genomik der Universität Heidelberg und am Biozentrum Basel kürzlich rekonstruieren, wie die Geburt einer neuartigen räumlichen Proteinstruktur im Lauf der Evolution verlief, und sie sogar im Labor nachstellen.

Mehr noch, wir entdeckten dabei eine verblüffende Übergangsform, erst im Reagenzglas und dann auch in der Natur: Das Molekül konnte...
Mai 2008

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Mai 2008

Kennen Sie schon …

Das Genom des Menschen

Spektrum Kompakt – Das Genom des Menschen

Jede unserer Zellen trägt den Bauplan für das Gesamtkonstrukt Mensch in sich. Je mehr Forscher über unser Erbgut herausfinden, desto deutlicher wird jedoch, wie grob skizziert diese Anleitung eigentlich ist - und welche Faktoren darüber hinaus unsere Individualität bestimmen.

Lesermeinung

Beitrag schreiben

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Leserzuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Leserzuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmer sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Ausgewählte Lesermeinungen können ohne separate Rücksprache auch in unseren gedruckten und digitalen Magazinen veröffentlicht werden. Vielen Dank!