Direkt zum Inhalt
Login erforderlich
Dieser Artikel ist Abonnenten mit Zugriffsrechten für diese Ausgabe frei zugänglich.

Psychiatrie: Alles Netzwerkstörungen?

Bei psychischen Erkrankungen wie der Schizophrenie kommunizieren verschiedene Hirnareale nicht richtig miteinander. Forscher wollen diese Netzwerkstörungen besser verstehen, um Diagnosen zu verfeinern und gezieltere Therapien zu entwickeln.
Blaues Gehirn aus weißen geometrischen Linien vor schwarzem Hintergrund

Für Thomas Insel, den ehemaligen Leiter der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde National Institutes of Health, ist die Sache klar: Vielen psychischen Störungen liegen Fehlfunktionen neuronaler Schaltkreise zu Grunde. Lange Zeit war man davon ausgegangen, solche Leiden seien vor allem seelisch bedingt und beispielsweise auf traumatische Erlebnisse in der Kindheit zurückzuführen. Die »hirnglobale« Sichtweise postuliert dagegen, dass ein gestörtes Zusammenspiel zwischen verschiedenen Hirnarealen die Psyche erkranken lässt ...

Kennen Sie schon …

Spektrum der Wissenschaft – Wird KI uns überflügeln?

Künstliche Intelligenz ist bereits in vielen Bereichen im Einsatz und kann dabei viel Gutes bewirken. Ihre rasante Entwicklung schürt jedoch auch Ängste. Im Interview erläutert die Sozioinformatikerin Katharina Zweig die Grenzen der Technologie – und erklärt, warum KI den Menschen nicht ersetzt. Mit diesem Beitrag starten wir die Serie »Intelligenz aus zwei Welten«, die sich den facettenreichen Aspekten künstlicher Intelligenz widmet. Darüber hinaus enthält diese Ausgabe Beiträge zu mRNA-basierten Krebsimpfstoffen, die gegenwärtig in die klinische Anwendung kommen, zu Georg Cantors bedeutendstem mathematischen Werk, das sich als Plagiat erwiesen hat, sowie zu den Bemühungen des Artenschutzes um die letzten Orcas der Salish Sea.

Spektrum edition – Künstliche Intelligenz

Sie ist gekommen, um zu bleiben: Künstliche Intelligenz begegnet uns heute als einfaches Werkzeug für kleine Aufgaben bis hin zum teils selbstständig agierenden Partner in Forschung und Alltag. Entsprechend kontrovers ist die Diskussion rund um damit verbundene Chancen und Risiken.

Spektrum - Die Woche – Die Erkrankung mit den vielen Gesichtern

Depression hat unterschiedliche Gesichter – viele Menschen wirken stark, präsent und voller Energie. Doch manchmal verbirgt sich hinter dem Lächeln ein stiller Schmerz. Außerdem: Warum Jeffrey Epstein den Kontakt zu berühmten Wissenschaftlern suchte.

  • Quellen

Braun, U. et al.: Dynamic brain network reconfiguration as a potential schizophrenia genetic risk mechanism modulated by NMDA receptor function. PNAS 113, 2016

Insel, T.: Gestörte Schaltkreise. Spektrum der Wissenschaft 5, 2011

Uhlhaas, P. J., Singer, W.: Abnormal neural oscillations and synchrony in schizophrenia. Nature Reviews Neuroscience 11, 2010

Wagner, G. et al.: Structural and functional dysconnectivity of the fronto-thalamic system in schizophrenia: A DCM-DTI study. Cortex 66, 2015

Zhiqiang, S. et al.: Common dysfunction of large-scale neurocognitive networks across psychiatric disorders. Biological Psychiatry 85, 2019

Schreiben Sie uns!

Beitrag schreiben

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Zuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Zuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmende sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Ausgewählte Zuschriften können ohne separate Rücksprache auch in unseren gedruckten und digitalen Magazinen veröffentlicht werden. Vielen Dank!

Bitte erlauben Sie Javascript, um die volle Funktionalität von Spektrum.de zu erhalten.