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Interview

"Psychische Störungen sind Hirnerkrankungen"

Die Vision einer personalisierten Seelenheilkunde ist eng verknüpft mit dem Namen Florian Holsboer. Der Direktor des Münchner Max-Planck-Instituts für Psychiatrie ist davon überzeugt, dass sich eines Tages individuelle neurobiologische Ursachen ausmachen lassen, die zum Entstehen von Depressionen, Angststörungen und anderen seelischen Leiden führen. Dann werde man auch in der Lage sein, diese verbreiteten Störungen mittels zielgerichteter Medikamente wirkungsvoll zu therapieren.
Florian Holsboer
Das Max-Planck-Institut für Psychiatrie liegt mitten in einem Wohnviertel im Norden der Münchner Innenstadt. Es besteht in der Hauptsache aus einem nüchternen, weißen Gebäudekomplex im Schatten eines mächtigen Altbaus, der nach Emil Kraepelin (1856-1926) benannt ist, dem Gründervater der modernen Psychiatrie. Gut 100 Jahre nach Kraepelins Pionierarbeit tüfteln hier zahlreiche international besetzte Forschergruppen an einer neuen Medizin der Seele.
Der Direktor der Forschungseinrichtung, Florian Holsboer, ist Mediziner und Chemiker. Mit seinem Faible für die neurobiologische Betrachtung seelischer Störungen gilt er als einer der Hauptvertreter der personalisierten Medizin in Deutschland. Wird sie die Hoffnung, die viele Menschen in diese Forschung setzen, erfüllen können? …
Dezember 2011

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist Dezember 2011

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  • Buchtipp
Holsboer, F.: Biologie für die Seele. Mein Weg zur personalisierten Medizin. C.H. Beck, München 2009
Depressionsforschung allgemein verständlich erklärt