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Psychologie: Der Kaktus in der Blumenerde

Wie sich eine Kindheit als Autist anfühlt, erzählt uns ein hochbegabter Naturwissenschaftler mit Asperger-Syndrom.

Die "Bravo" ist langweilig, weil sie nichts über Vulkane, Astronomie oder Erdbeben berichtet. Märchen sind doof, nicht nur weil entschieden zu viele Personen darin mitspielen, sondern weil sie auch noch mit irgendwelchen komischen Gefühlen verwirren. Kinderduden, Weltatlas und Kosmologiebücher haben doch viel Interessanteres zu bieten!

Genau so dachte Peter Schmidt, hochfunktionaler Autist mit Asperger-Syndrom, im Jungenalter. Aus seiner damaligen Perspektive waren das Tatsachen, von denen er annahm, dass sie eigentlich jedem klar sein müssten. Doch schon nach wenigen Lebensjahren holte ihn die Erkenntnis ein, dass die wenigsten seiner Altersgenossen so empfanden. Zunehmend drängte sich ihm der Eindruck auf, die anderen Kinder fühlten sich quasi in der allgegenwärtigen Blumenerde pudelwohl, während er als einziger Kaktus ums Überleben kämpfe. ...

Februar 2014

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Februar 2014

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