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Neuropsychologie: Puzzle der Persönlichkeit

Die Geheimnisse des Charakters galten bislang als das Terrain von Psychologen. Doch heute können Neurowissenschaftler immer besser individuelle Eigenarten im Denkorgan verorten, weiß Christian Fiebach von der Universität Heidelberg. Er umreißt eines der großen Rätsel der Hirnforschung: Wie hängt die Persönlichkeit eines Menschen mit den Eigenheiten seines Gehirns zusammen?
Graue Zellen, buntes Ich
In den letzten Jahrzehnten haben wir sehr viel über die Arbeitsweise des Gehirns gelernt. Das betrifft sowohl die Funktion der Nervenzellen als auch – auf höherer Ebene – die Aufgabenteilung zwischen den verschiedenen Hirnarealen, die für psychische Leistungen wie das Verstehen von Sprache, die Gedächtnisspeicherung oder auch unser emotionales Erleben maßgeblich sind.
Neurowissenschaftler versuchen dabei in ers­ter Linie zu verstehen, wie das Gehirn ganz allgemein mentale Leistungen erbringt – das heißt, sie erforschen universelle, bei jedem von uns im Prinzip gleich ablaufende Prozesse. Nun wissen wir aber aus alltäglicher Erfahrung, dass sich Menschen durchaus stark voneinander unterscheiden. Der eine ist besonders sprachbegabt, die andere dagegen gewieft im Rechnen oder logischen Schlussfolgern; die eine fürchtet sich leicht, der Nächste fällt durch einen besonders impulsiven Charakter auf.
Solche mehr oder weniger stabilen Vorlieben und Persönlichkeitszüge bilden die Grundlage unserer Individualität ...

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Gehirn&Geist – Faszination Gehirn: 38 Infografiken über unser Denken, Fühlen und Handeln

Weil Sprache allein nicht immer das beste Kommunikationsmittel ist, werden seit 2013 ausgewählte Inhalte auf eine andere Art präsentiert: in Infografiken. Denn manches lässt sich in Bildern so viel einfacher darstellen als mit Worten. In dieser 2. Auflage der Spezialausgabe von »Gehirn&Geist« präsentieren wir ein »Best-of« unserer Infografiken zu Psychologie, Hirnforschung und Medizin. Wie funktioniert unser Orientierungssinn? Was haben Darmbakterien mit der Psyche zu tun? Was macht eine angenehme Unterhaltung aus? Wie wirkt Alkohol im Gehirn? Und warum lassen wir uns im Supermarkt so leicht zu Spontankäufen animieren? Antworten auf diese und viele weitere Fragen finden Sie in dieser 2. Auflage der Spezialausgabe von »Gehirn&Geist«. Jede der 38 Grafiken im Heft widmet sich einem eigenen Thema.

Spektrum Dossier – Faszination Gedächtnis

Unser Gedächtnis sortiert, löscht und verändert sich fortlaufend. »Das Spektrum Dossier: Faszination Gedächtnis« beleuchtet, warum Vergessen notwendig ist, wie Erinnerungen entstehen und welche Einflüsse unser Gedächtnis im Alltag und im Alter stärken und beeinflussen.

Spektrum Kompakt – Persönlichkeit

Was verraten die Persönlichkeitstypen der MBTI oder der Big Five über uns? Recht wenig: Persönlichkeiten sind so einzigartig, dass sich kein Durchschnittstyp finden lässt. Dafür deutet der Wohnort auf bestimmte Charakterzüge hin. Und People Pleaser aufgepasst: Harmoniesucht kann man abtrainieren.

  • Quellen
Bishop, S. J.:COMT val158met Genotype Affects Recruitment of Neural Mechanisms Supporting Fluid Intelligence. In: Cerebral Cortex 18(9) S. 2132-2140, 2008.

Cohen, M. X. et al.:Connectivity-Based Segregation of the Human Striatum Predicts Perosnality Characteristics. In: Nature Neuroscience 12(1), S. 32-34, 2008.

Haier, R. J. et al.:Structural Brain Variation and General Intelligence. In: NeuroImage 23, S. 425-433, 2005.

Omura, K. R. et al.:Amygdala Gray Matter Concentration is Associated with Extraversion and Neuroticism. In: Neuroreport 16(17), S. 1905-1908, 2005.

Reuter, M. et al.:Molecular Genetics Support Gray’s Personality Theory: the Inter­action of COMT and DRD2 Polymorphisms Predicts the Behavioral Approach System. In: International Journal of Neuropsychopharmacology 9, S. 155-166, 2006.

Stelzel, C. et al.:Effects of Dopamine-Related Gene-Gene In­teractions on Working Memory Component Processes. In: European Journal of Neuroscience 29, S. 1056-1063, 2009.

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