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Physik: Quantentheorie

Fischer, Frankfurt am Main 2002. 127 Seiten, € 8,90


Wissensgebiete einem breiten Publikum in knapper Form zu vermitteln – das ist das Ziel der Reihen "Fischer kompakt" und "C. H. Beck Wissen". Bei einem Thema wie "Beet­hovens Klaviersonaten", "Psoriasis" oder vielleicht sogar "Islam" mögen die 128 Seiten für einen gerafften Überblick ausreichen. Lässt sich aber auch die Quantentheorie so knapp und gleichzeitig verständlich darlegen?

Claus Kiefer, Professor für Theoretische Physik an der Universität zu Köln, schafft diesen Spagat nicht. Sehr früh im Text operiert er unvermittelt mit Fachvokabular und Formeln, sodass der in­teressierte Laie bereits auf Seite 6 aufgeben muss.

Gert-Ludwig Ingold gibt dem Leser in seinem Buch mehr Chancen. Der Professor für Theoretische Physik an der Universität Augsburg widersteht der Versuchung, Formeln zu benutzen, holt beim Grundsätzlichen etwas weiter aus und zieht zum besseren Verständnis hin und wieder Parallelen zum Alltagserleben. Dass er in das Geschehen sowie die Historie der Quantenphysik Anekdoten von den großen Physikern einwebt, macht das Lesen richtig spannend.

Bei aller Hilfestellung bleibt die Lektüre ein gutes Stück Arbeit. Aber die Mühe lohnt sich. Denn man gewinnt aus Ingolds Buch eine recht gute Vorstellung von der Quantentheorie und ihren atemberaubenden Dimensionen. Und man spürt den Hauch der Faszination, welche die Teilchenphysik auch auf Laien ausübt.

Aus: Spektrum der Wissenschaft 3 / 2003, Seite 104
© Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft mbH
3 / 2003

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft 3 / 2003

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