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Leserbriefe: Quo Vadis, Planetarium?

In SuW 1/2017 wird unter der immer wieder gern gelesenen Rubrik "Vor 50 Jahren" das Thema Planetarium angesprochen. Seit damals hat sich viel getan, gerade was die technischen Möglichkeiten zur Darstellung des Sternenhimmels angeht.

Im letzten Satz heißt es: "Aus dem etwas strengen Lehrplanetarium von damals wird ein großes, für vieles offenes Sternentheater." Genau da aber liegt ein Problem. In vielen modernen Planetarien, wie dem in Hamburg, aber auch in anderen Städten, hat Astronomie lediglich Alibi­funktion, und sie sind zu reinen Showtempeln verkommen. Typischerweise wird Sternenshows, nichtastronomischen Veranstaltungen und ähnlichem Vorrang gegeben vor der Wissensvermittlung, die man oft vergebens sucht, weil sich der Blick nur noch auf die Besucherzahlen und eine reine Kommerzialisierung richtet.

So wurden aus der ursprünglichen Idee der astronomischen Bildung in Planetarien nun Sternentheater mit hoher Beliebigkeit und geringem Wissensanspruch. Wenn nur die Kasse stimmt. Kein Wunder, dass das astronomische Wissen trotz vieler Besucherinnen und Besucher in den modernen Planetarien immer weiter abnimmt, wenn dort astronomisches Wissen keinen Vorrang mehr hat.

In SuW 8/2012, S. 82, hat Hans-Ulrich Keller ausführlich in ähnlichem Sinn bereits provokant gefragt: Quo vadis, Planetarium? Die Überschrift dieses Leserbriefs ist jenem Artikel entnommen. U. B.

Mai 2017

Dieser Artikel ist enthalten in Sterne und Weltraum Mai 2017

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