Direkt zum Inhalt
Login erforderlich
Dieser Artikel ist Abonnenten mit Zugriffsrechten für diese Ausgabe frei zugänglich.

Astronomie und Praxis: Monatsthema: R Aquarii: Stellares Kammerflimmern

Auf den ersten Blick ist R Aquarii nur ein unscheinbarer veränderlicher Stern im Wassermann. Doch sein Lichtwechsel zeugt von einer höchst ungleichen stellaren Beziehung zweier eng benachbarter Partner, die in den kommenden Monaten in eine besonders interessante Phase tritt.
Ausbruch eines symbiotischen SternsLaden...

Manchmal lohnt sich ein zweiter Blick. Das gilt auch für den Stern R Aquarii im Sternbild Wassermann (lateinisch: Aquarius), der ein seit Langem bekannter veränder­licher Stern ist. Seine Helligkeitsschwankungen verhalten sich bei oberfläch­licher Betrachtung wie das übliche Auf und Ab der Leuchtkraft eines typischen Sterns mit langperiodischem Lichtwechsel: Die scheinbare Helligkeit des Lichtpunkts variiert mit einer Periode von 387 Tagen zwischen 11 und 6 mag. Somit ist der Stern im Maximum unter einem dunklen Himmel gerade noch mit bloßem Auge, im Minimum jedoch nur mit einem Tele­skop sichtbar. Veränderliche Sterne, deren Helligkeit auf diese Weise schwankt, werden nach der Namens­geberin dieser Klasse auch als Sterne des Mira-Typs bezeichnet. Mira (lateinisch für: die Wundersame) ist ein seit dem 16. Jahrhundert bekannter Veränderlicher im benachbarten  und 9,3 mag.

Überwacht man R Aquarii über mehrere Jahre hinweg und trägt die beobachteten Helligkeiten in Abhängigkeit von der Zeit auf, dann offenbart die so erhaltene Lichtkurve einige für Mira-Sterne untypische Eigenschaften. Denn alle vier Jahrzehnte gerät R Aquarii aus dem Takt: Die Helligkeitsmaxima fallen dunkler aus, die Minima manchmal heller, manchmal ebenfalls dunkler. Rund acht Jahre dauert dieses stellare Kammerflimmern, dann kehrt der Stern zu seiner normalen Lichtkurve zurück …

Kennen Sie schon …

30/2021

Spektrum - Die Woche – 30/2021

Mammutprojekte haben es oft in sich: Wie macht man ganz Deutschland sicher(er) gegen Hochwasser? Was tut man, wenn jemand tausende Satelliten ins All schießen will? Und wozu ist es noch mal gut, die eiszeitliche Mammutsteppe wieder herzustellen? Antworten gibt diese »Woche«.

28/2021

Spektrum - Die Woche – 28/2021

In dieser Woche blicken wir unter anderem auf den Einfluss des Coronavirus auf das Gehirn der Infizierten. Außerdem sprechen wir über die neu entdeckten Todesfälle an kanadischen Missionsschulen: Es ist ein kultureller Genozid, sagt uns ein Experte.

Gravitationswellen - Start in eine neue Astronomie

Spektrum Kompakt – Gravitationswellen - Start in eine neue Astronomie

Seit dem direkten Nachweis kosmischer Gravitationswellen von kollidierenden Schwarzen Löchern im September 2015 nimmt eine nie dagewesene Erforschung des Alls mächtig an Fahrt auf. Was sind die nächsten Schritte?

Lesermeinung

Beitrag schreiben

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Leserzuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Leserzuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmer sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Ausgewählte Lesermeinungen können ohne separate Rücksprache auch in unseren gedruckten und digitalen Magazinen veröffentlicht werden. Vielen Dank!