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Renaissance : Ein neuer Blick auf den Menschen

Am Ende des Mittelalters erblühten die Naturwissenschaften. Anatomen erforschten den menschlichen Körper und wagten das zuvor Undenkbare: die Widerlegung der antiken Medizin.

Die Medizin des europäischen Mittelalters gründete zu einem guten Teil auf dem, was aus der Antike noch erhalten war oder im Lauf des Jahrtausends den Gelehrten aus dem byzantinischen und arabischen Raum zugänglich wurde. Im 15. Jahrhundert ermöglichte nun der Rückgriff auf die originalen Schriften eine kritische Auseinandersetzung mit den antiken Vorbildern und schließlich, insbesondere in den Naturwissenschaften und der Medizin, sogar deren Überwindung. Der als Renaissance bezeichnete Aufbruch in der frühen Neuzeit ersetzte die religiös geprägte und auf ein jenseitiges Glück gerichtete Weltanschauung des Mittelalters weitgehend durch ein humanistisches Weltbild, das den Menschen und sein Diesseits stärker in den Mittelpunkt rückte.

Dynamik gewann diese Bewegung auch dank der Erfindung des Mainzers Johannes Gutenberg (um 1400–1468): Der Buchdruck mit beweglichen Lettern löste eine Medienrevolution aus, deren gesellschaftliche Wirkung die unserer heutigen Digitalisierung wohl noch übertraf. Statt Werke handschriftlich zu kopieren oder Druckstöcke für ganze Seiten aus Holz zu schnitzen, ließen sich nun die einzelnen aus Blei gegossenen Buchstaben flexibel in Rahmen zu Texten anordnen. Bald waren Bücher, Flugschriften und andere Druckwerke mehr in ganz Europa erschwinglich zu haben. Forscher konnten neue Erkenntnisse einem weit größeren Publikum mitteilen als bisher …

Spezial Archäologie - Geschichte - Kultur 2/2019

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Spezial Archäologie - Geschichte - Kultur 2/2019

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