Direkt zum Inhalt

Medizin: Medikamente gegen das Älterwerden?

Forscher verstehen immer besser, warum wir altern und wie sich dieser Prozess beeinflussen lässt.

Im Sommer 2015 hat die amerikanische Arzneimittel-Zulassungsbehörde FDA eine wegweisende Entscheidung getroffen: Zum ersten Mal hat sie eine Studie über einen Arzneistoff genehmigt, der nicht direkt dazu dienen soll, eine Erkrankung zu verhindern, unter Kontrolle zu halten oder zu heilen. Stattdessen soll er das Altern aufhalten. "Metformin", ein gängiges Mittel gegen Diabetes, senkt zugleich das allgemeine Sterberisiko der Behandelten. In der geplanten Studie möchten Mediziner nun herausfinden, ob dieser Effekt auch bei Nichtdiabetikern auftritt. Allein die Tatsache, dass eine solche Untersuchung heute möglich ist, belegt: Wissenschaftler verstehen immer besser, welche Mechanismen in den Zellen unseres Körpers dafür sorgen, dass wir altern.

Björn Schumacher, Professor für Genomstabilität während Alterungs- und Erkrankungsprozessen an der Universität zu Köln, hat die jüngsten Erkenntnisse der Alternsforschung im vorliegenden Sachbuch allgemein verständlich zusammengefasst. Zunächst unternimmt er einen Streifzug durch die Geschichte der Molekularbiologie, um Lesern mit geringen Vorkenntnissen wichtige Grundlagen zu vermitteln. Damit gerüstet kann man die später beschriebenen wissenschaftlichen Experimente gut nachvollziehen. Die Erkenntnisse, die sich aus solchen Versuchen ergeben, betreffen alternsrelevante Erbanlagen und deren Wirkungen auf Zellen und Gewebe bis hin zum Gesamtorganismus. Diese Reihenfolge entspricht auch dem groben Aufbau des Buchs. ...

Schreiben Sie uns!

Beitrag schreiben

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Zuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Zuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmende sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Ausgewählte Zuschriften können ohne separate Rücksprache auch in unseren gedruckten und digitalen Magazinen veröffentlicht werden. Vielen Dank!