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KOSMOLOGIE: Wie eine Dampfblase im Kochtopf

Ein Teilchenphysiker umreißt die Entstehung des Universums.

Dass der Kosmos sehr wahrscheinlich mit einem "Urknall" be­gann, ist weithin bekannt. Wie dieser genau ablief und das uns umgebende Universum hervorbrachte, dagegen weniger. Eine Lücke, die der emeritierte Physikprofessor Helmut Satz mit vorliegen­dem Buch schließen möch­te. Wegen der extremen Dichte, die das Universum anfangs besaß, benötigt man die Teilchenphysik, um die damaligen Vorgänge zu beschreiben. Diese war das Arbeitsgebiet des Autors. Außerdem sind natürlich Astronomie und Kosmologie wichtig – Disziplinen, in denen Satz nicht selbst publiziert hat.

Das erste Kapitel zum Urknall und dem, was "vorher" war, bleibt notge­drungen spekulativ. Vermutlich ist das Universum als Blase aus einer Art Urkonsistenz hervorgegangen, wobei spontan ein Phasen­ übergang von einem höher­ zu einem niederenergeti­schen Zustand ablief – ähnlich, wie sich in überhitztem Wasser Dampfblasen bilden. Und wahrscheinlich ist das nicht nur einmal passiert, sondern es geschieht immer wieder.

Weiterhin umreißt der Autor die Grundlagen der Teilchenphysik – ein not­ wendiger Exkurs, um verste­hen zu können, wie die Materie im Universum ent­stand. Er behandelt auch die kleine, aber äußerst wich­tige Asymmetrie der schwa­chen Wechselwirkung, die unerlässlich war, damit am Ende des Urknalls Materie übrig blieb. Ohne sie hätten sich sämtliche entstandenen Teilchen und ihre entspre­chenden Antiteilchen ge­genseitig vernichtet. ...

Dezember 2016

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Dezember 2016

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