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Technik: Holz röhrt nicht

Akustik-Forscher Manfred Zollner erklärt auf rund 1300 Seiten den Klang der Elektrogitarre.

In den zurückliegenden 60 Jahren hat kein Instrument die Musik so beeinflusst wie die elektrische Gitarre. Obwohl sie heute zunehmend von computergenerierten Klängen verdrängt wird, verkauft sie sich nach wie vor millionenfach. Es sind hunderte Verstärkermodelle im Angebot – und allein in Deutschland mehrere populäre Zeitschriften über dieses Instrument. Allerdings haben viele Gitarristen abenteuerlichste Vorstellungen über die Funktionsweise und den Klang ihres Equipments, was eine marktschreierische "Fachpresse" noch befördert.

Das einzigartige Werk "Physik der Elektrogitarre" erklärt auf 1290 Seiten die physikalischen Grundlagen des E-Gitarren-Klangs sowie dessen akustische und elektronische Details. 15 Jahre befasste sich Elektroakustikprofessor und Gitarrist Manfred Zollner damit – unter anderem, indem er verbreitete "Glaubenssätze" im Labor auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfte. Ein solcher Mythos besagt, teures Holz verleihe einer Gitarre guten Klang, was Zollner in umfangreichen Messungen widerlegt hat: Den elektrisch verstärkten Klang beeinflusst das Holz so gut wie nicht! ...

Mai 2015

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Mai 2015

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