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MEDIZIN: Vom Öffnen des Körpers

Ein Chirurg erklärt, wie sich sein Fach über Jahrhunderte hinweg verändert hat – Schnitt für Schnitt.

Der niederländische Chirurg Arnold van de Laar beschreibt im vorliegenden Buch seine Profession. Das tut er sehr anschaulich, so dass man während des Lesens das Gefühl bekommt, im Operationssaal dabei zu sein. Auch schildert er, wie seine Kollegen in vergangenen Jahrhunderten ihren Beruf ausübten. Angesichts seiner plastischen Erzählweise macht sich ein seltsames Gefühl in der Magengegend breit, wenn er zum Besten gibt, wie Chirurgen früher Beine amputierten: Mit Schlachtermesser und Schaber – und ohne Narkose. Zum Glück sind solche Szenen in modernen Operationssälen unvorstellbar. Wie sich die blutigen "Massaker" von einst zur minuziösen Präzisionschirurgie von heute entwickelt haben, stellt van de Laar im Zeitraffer dar.

Im Mittelalter gehörten Chirurgen noch in dieselbe Gilde wie Haarschneider, Schlittschuh- und Holzschuhmacher. Heute zählen sie zwar zu den ­angesehensten Berufsgruppen, doch Handwerker sind sie immer noch: Die Geschicklichkeit ihrer Hände entscheidet über Leben und Tod der Patienten.

Februar 2016

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Februar 2016

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