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Ökologie: Botschafter einer alten Welt

Naturfotograf Matthias Schickhofer lädt in diesem Band zu einer bildgewaltigen Rundreise durch die letzten europäischen Urwälder.

Vor rund 12 000 Jahren verbreitete sich der sesshafte Lebensstil. Damit begann die Geschichte der großen Kahlschläge des Landes, und damit beginnt auch das vorliegende Buch. Der Umweltschützer und Naturfotograf Matthias Schickhofer nimmt seine Leser mit auf eine Zeitrafferreise durch die Geschichte der europäischen Wälder. Über Pioniergehölze wie Birke, Kiefer­, Ulme und Erle tastet er sich an den natürlichen Eichenmischwald heran und kommt schließlich auf den »neuen Wald« zu sprechen, womit er den all­gegenwärtigen Nadelbaumforst meint. Der ist, anders als die hiesigen Urwälder, von Instabilität geprägt: Borkenkäferplagen und Stürme verursachen in ihm verheerende Schäden, und zwar mit zunehmender Häufigkeit.

Dass diese Entwicklung keine gute ist, darauf kommt Schickhofer schon früh zu sprechen und positioniert sich damit politisch und wirtschaftskritisch. Er warnt vor dem »Biomasseboom«, der gefährliche Kippeffekte in der Erderwärmung auslösen könne, und führt ­illegale Rodungen in den letzten Ur­wäldern Mittelosteuropas, vor allem in Rumänien und der Westukraine, auf Korruption zurück. ...

Februar 2016

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Februar 2016

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