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Astronomie: Riesige Eisvorkommen in entstehendem Planetensystem

Die protoplanetare Gas- und Staubscheibe, die sich um den jungen Stern TW Hydrae dreht, enthält in ihren äußeren Bereichen Wassermengen, die mehrere tausend Weltmeere füllen könnten. Das haben Astronomen um Michiel Hogerheijde von der Universität Leiden (Niederlande) belegt, indem sie dort mit Hilfe des Weltraumteleskops Herschel kalten Wasserdampf nachwiesen. Zuvor war nur in den inneren, heißen Regionen von protoplanetaren Scheiben Wasserdampf entdeckt worden.

TW Hydrae ist 175 Lichtjahre von der Erde entfernt und mit seinen zehn Millionen Jahren nur rund ein 500-stel so alt wie die Sonne. Umrundet wird er von einer ausgedehnten Gas- und Staubscheibe und, wie seit 2008 bekannt, auch von mindestens einem Riesenplaneten. In den äußeren Regionen der protoplanetaren Scheibe, in denen Temperaturen um minus 250 Grad Celsius herrschen, gefriert Wasserdampf an Staubkörnern. Die ultraviolette Strahlung des Sterns lässt einen kleinen Teil des Wassers jedoch wieder verdampfen...

Januar 2012

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Januar 2012

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