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Blick in die Forschung - Kurzberichte : Riesiger Gasozean speist das Wachstum der massereichsten Galaxien

Wie wachsen die gigantischen Galaxien in den Zentren der Galaxienhaufen heran? Mit Hilfe von Radiointerferometern entdeckten nun Astronomen eine Ursache: Ihr Wachstum speist sich aus einem riesigen Ozean molekularen Gases im Haufen.
Künstlerische Darstellung der Vorgänge in der "Spinnennetz-Galaxie" im Sternbild Wasserschlange

Die gängigste Theorie der Galaxien­entwickung sagt vorher, dass die Entstehung und Entwicklung der größten Galaxien im Universum auf dem Prinzip des hierarchischen Wachstums basiert. Dabei verschmelzen zunächst kleinere Objekte miteinander zu größeren. Später verleiben sich die größten Galaxien ihre kleineren Nachbarn ein. Somit ist die Entstehung der massereichsten Galaxien eine Kom­bi­na­tion aus Verschmelzung und anschließendem Kannibalismus.

Galaxienhaufen sind Ansammlungen von Hunderten von Galaxien, die gravitativ miteinander verbunden sind. Beobachtungen zeigen, dass der in ihnen vorherschende Typus im lokalen Universum elliptische Galaxien sind. Auf Grund der hohen Anzahldichte von Galaxien in den Haufen im Vergleich zu den Leerräumen dazwischen (im "Feld") spielen physikalische Prozesse der Umgebung eine entscheidende Rolle: Die Entwicklung der Galaxien wird dadurch beschleunigt. Deshalb sind Galaxienhaufen ideale Laboratorien, um Theorien der Entstehung und Entwicklung der größten Galaxien zu überprüfen ...

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  • Quellen

Emonts, B. H. C. et al.: Molecular Gas in the Halo Fuels the Growth of a Massive Cluster Galaxy at High Redshift. In: Science 354, S. 1128 – 1130, 2016