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Medizintechnik: 'RoboDent' kennt keinen Schmerz



Der Besuch beim Zahnarzt treibt manchem den Angstschweiß auf die Stirn, insbesondere wenn größere Eingriffe wie Implantationen anstehen. Doch das Zittern vor dem Bohrer gehört vielleicht bald der Vergangenheit an; denn nun stellten Jürgen Bier und Tim Lüth vom Universitätsklinikum Charité in Berlin einen Roboter vor, der solche Operationen mit hoher Geschwindigkeit und Präzision durchführen kann. Auf einem Bildschirm direkt neben dem offenen Mund des Patienten zeigt das neue Computersystem auf einen Zehntelmillimeter genau in dreidimensionaler Darstellung, wie der Operateur sein Instrument zu führen hat. Gelangt der Bohrer gefährlich nahe an einen Nerv, warnt "RoboDent" mit akustischen Signalen. Bei der Implantation von Ersatzzähnen ermöglicht der künstliche Navigator erstmals, mehrere Schrauben exakt achsenparallel einzusetzen. Überdies können Zahntechniker anhand der Rechnerdaten weitere Prothesen oder Brücken sehr schnell und präzise herstellen sowie passgenau auf die eingebrachten Implantate montieren. Dank "RoboDent" sind die neuen Zähne schon innerhalb einer Woche voll belastbar. Zudem genügt es bei dieser Methode, ein kleines Loch im Zahnfleisch auszustanzen.

Aus: Spektrum der Wissenschaft 6 / 2001, Seite 25
© Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft mbH
6 / 2001

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft 6 / 2001

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