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Schlichting!: Lass knacken!

Ob in knackenden Gelenken, Reagenzgläsern oder Heizungsrohren: Flüssigkeiten können durch geräuschvoll implodierende Gasbläschen auf sich aufmerksam machen.

An einer Stelle in Leo Tolstois großem Roman "Anna Karenina" heißt es: "Nachdem er … seine Finger, einen nach dem andern, nach unten ineinandergestreckt hatte, zog er, und die Finger knackten in den Gelenken. Diese Geste – eine üble Angewohnheit – hatte stets eine beruhigende Wirkung auf ihn ausgeübt und ihm das Gleichgewicht wieder verliehen, das ihm auch jetzt so notwendig war."

Dass Anna Karenina die Angewohnheit ihres Mannes nicht leiden konnte, überrascht kaum: Vielen klingen die Knackgeräusche unangenehm laut und gefährlich im Ohr, auch wenn sie in der Regel nicht mit Schmerzen einhergehen. Nicht jedem ist aber klar, dass die Finger eine ganze Weile stumm bleiben, nachdem sie einmal geknackt haben – so, als würde sich ihr ursprünglicher Zustand nur langsam wieder einstellen. …

März 2014

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft März 2014

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  • Quellen

Castellanos, J., Axelrod, D.: Effect of Habitual Knuckle Cracking on Hand Function. In: Annals of the Rheumatic Diseases 49, S. 308 - 309, 1990

Unsworth, A. et al.: "Cracking Joints". A Bioengineering Study of Cavitation in the Metacarpophalangeal Joint. In: Annals of the Rheumatic Diseases 30, S. 348 - 358, 1971