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Juckreiz: Schmerzes Bruder

Rund jeder Zehnte leidet unter chronischem Juckreiz. Forscher bemühen sich neuerdings verstärkt, die Ursachen für das Kratzbedürfnis zu klären. Doch die Auslöser sind so vielfältig wie die möglichen Gegenmittel.
Gut 100 Experten aus der ganzen Welt trafen sich im Oktober 2007 in San Francisco zur vierten »Internationalen Tagung zur Juckreizforschung«, um ihre neuesten Erkenntnisse auszutauschen. Im Vergleich zu Kongressen zur Schmerzforschung, auf denen sich meist mehrere tausend Wissenschaftler tummeln, ist diese Zahl äußerst überschaubar. Kein Wunder, hat die Fachwelt das Thema »Juckreizforschung« doch lange Zeit stiefmütterlich behandelt.
Dabei ist Juckreiz keineswegs selten – im Gegenteil: Er stellt das häufigste Symptom dar, mit dem Hautärzte in ihrer Praxis konfrontiert werden. Schätzungen zufolge leiden acht bis zehn Prozent der Menschheit unter chronischem Kratzbedürfnis. »Tut mir leid, damit müssen Sie leben«, bekamen Patienten noch vor einigen Jahren häufig von Ärzten zu hören. Erst langsam macht sich unter Betroffenen, Medizinern und der Pharmaindustrie die Erkenntnis breit, dass man gegen quälenden Juckreiz doch nicht ganz machtlos ist. Inzwischen haben sich verschiedene Behandlungsmethoden etabliert – und Forscher lernen allmählich, was es mit dieser rätselhaften Empfindung tatsächlich auf sich hat ...

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  • Infos
Literaturtipps

Maurer, M., Staubach, P.: Juckreiz, Quaddeln, Nesselsucht – wenn die Haut wie Feuer brennt. Hamburg: akademos 2005.
Gut verständlicher Ratgeber für Betroffene

Roos, T., Brost, H.: Neurodermitis. Juckreiz und Hautentzündungen stoppen. Stutt­gart: Hirzel 2004.
Enthält viele praktische Tipps für den Umgang mit der Erkrankung

Yosipovitch, G. et al. (Hg.): Itch: Basic Mechanisms and Therapy. New York: Marcel Dekker 2004.

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