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Astronomie: Schnappschuss einer Supernova

Eigentlich wollte Víctor Buso am 20. September 2016 nur seine neue Astrokamera testen. Also richtete der argentinische Amateurastronom sein 40-Zen­timeter-Teleskop auf die 80 Millionen Lichtjahre entfernte Galaxie NGC 613, die an diesem Tag nahe dem Zenit stand. Nach einigen Stunden tauchte am unteren Rand der Sterneninsel plötzlich ein Punkt auf, der immer heller wurde. Buso meldete die Entdeckung rasch professionellen Astronomen, die binnen eines Tages mehrere Großinstrumente auf die ferne Galaxie ausrichteten, darunter den Gammastrahlen-Satelliten Swift und die Zehn-Meter-Spiegelteleskope des Keck-Observato­riums auf Hawaii ...

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Sterne und Weltraum – Explosion in Andromeda – Die Supernova von 1885

Die Supernova S Andromedae, die sich außerhalb unserer Galaxis in einer Entfernung von rund 2,5 Millionen Lichtjahren in der Andromedagalaxie ereignete, wurde von dem Astronomen Ernst Hartwig schon im Jahr 1885 entdeckt. Er schrieb damit Astronomiegeschichte. Heute setzen Instrumente wie das neue 4MOST Maßstäbe für die Forschung. Es kann mehr als 2000 Objekte am Himmel gleichzeitig ins Visier nehmen – Sternbeobachtung von den Anfängen bis ins digitale Zeitalter. Darüber hinaus: Schwarze Löcher, die nach dem Verschlingen eines Sterns nach einiger Zeit im Radiobereich wieder aufleuchten, die Geburt eines weißen Zwerges durch eine Sternkollision sowie unser Praxistipp zur Beobachtung des Südhimmels mit Remote-Teleskopen von zu Hause aus.

Spektrum Kompakt – Astrofotografie

Sternenklare Nächte bieten einen atemberaubenden Blick ins All. Leider können Handykameras diese Schönheit nicht aufnehmen – oder doch? Mit ein paar Tricks gelingen auch mit dem Smartphone eindrucksvolle Himmelsaufnahmen. Alternativ kann man sich eine Ministernwarte in den eigenen Garten bauen.

Sterne und Weltraum – 25 Jahre VLT – Jubiläum des Riesenteleskops

Das Very Large Telescope, das seit dem Jahr 2000 beeindruckende Aufnahmen mit seinen vier kombinierbaren 8-Meter-Spiegeln liefert, ist der Auftakt unserer dreiteiligen Serie über Observatorien in der chilenischen Atacama. Lesen Sie unseren Insiderbericht über die Arbeit und Technik des ESO-Riesenteleskops. Wir blicken mit der Raumsonde Juno in die Vulkanschlünde des Jupitermonds Io und und zeigen, wie Wissenschaftler das Phänomen von Glitches – der kurzzeitigen Rotationsbeschleunigung von Neutronensternen – simulieren. Weiter testen wir, wie sich eine innovative neue Astrokamera mit integriertem Nachführsensor im Praxiseinsatz bewährt.

  • Quelle
Nature 554, S. 497-499, 2018

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