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Dialekt: Ein Akt geistiger Landesverteidigung

Warum sprechen die meisten Schweizer ein ganz anderes Deutsch, als sie schreiben? Für die Bewohner des Alpenlands eine Charakterfrage!
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Ich frage jetzt einfach mal ganz ungeniert: Warum spricht man in der Schweiz so komisch Deutsch?

"Mir rede gar nid komisch", höre ich Schweizer Leser einwerfen. "Mir hie ir Dütschwyz rede Schwyzerdütsch. Und bi üüs redt me o no angeri Sprache: Italiänisch, Französisch und die Romantsch!" Und Recht haben sie. Also will ich die Zensur der Höflichkeit und Allgemeinbildung mal lieber anwenden und meine Frage etwas respektvoller formulieren: Warum sprechen die deutschsprachigen Schweizer fast alle, fast immer und fast überall ein ganz anderes Deutsch, als sie schreiben? Das ist doch bemerkenswert, oder? Und auch ein wenig außergewöhnlich. Jedenfalls ist es unüblich für das beginnende 21. Jahrhundert. Die Schweizer tun nämlich heute das, was noch vor etwa 200 Jahren eigentlich im gesamten deutschen Sprachgebiet gang und gäbe war. Die Hochsprache diente damals hauptsächlich als Schriftsprache. Gesprochen wurde sie nur bei offiziellen Anlässen und wenn man sich mit Deutschsprachigen aus anderen Gebieten unterhielt ...

4/2017

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist 4/2017

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