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Geophysik: Schwere Erdstöße lassen Vulkane schrumpfen

Erdbeben können sich über hunderte Kilometer hinweg direkt auf Vulkane auswirken. Nach dem Tohoku-Beben der Stärke 9,0, das sich im März 2011 vor der japanischen Küste ereignete, sackten noch in 200 Kilometer Entfernung mehrere vulkanisch aktive Regionen um bis zu 15 Zentimeter ab. Dies berichten Youichiro Takada und Yo Fukushima von der Kyoto University (Japan). Ähnliche Beobachtungen haben Forscher um Matthew Pritchard von der Cornell University (USA) gemacht: Sie stellten fest, dass nach dem Maule-Erdbeben 2010 in Chile einige Vulkane in den südlichen Anden mehrere Zentimeter an Höhe verloren.

Sowohl bei Japan als auch unter den südamerikanischen Anden liegen Subduktionszonen: Bereiche, in denen sich ozeanische Platten unter Kontinentalplatten schieben. Bei dem Vorgang kommt es hin und wieder zu schweren Erschütterungen. Die dabei freigesetzten seismischen Wellen wandern durch das Erdinnere und scheinen das Einsinken der Vulkane auszulösen – wie genau, ist umstritten. Die Forscher um Pritchard nehmen an, infolge von Gesteinsverformungen verlagere sich Tiefenwasser in der Erdkruste, wodurch der Untergrund nachgebe. ...

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  • Quellen

Pritchard, M.E. et al.: Subsidence at southern Andes volcanoes induced by the 2010 Maule, Chile earthquake. In: Nature Geoscience 6, S. 632 - 636, 2013

Takada, Y. & Fukushima, Y.: Volcanic subsidence triggered by the 2011 Tohoku earthquake in Japan. In: Nature Geoscience 6, S. 637 - 641, 2013