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Zoologie: Schwieriger Krillfang der Wale

Moderne Technik enthüllt, wie die Furchenwale Nahrung erbeuten: Ein Blauwal etwa bläht in einem gewaltigen Vorstoß in einen Krillschwarm Kehle und Vorderbauch wie einen Ballon auf. Doch dem sind Grenzen gesetzt.
Wal beim Krillfang
Erst beschleunigt der Finnwal kräftig, dann reißt er sein Maul auf und lässt 70 000 Liter Wasser hineinschwappen. Das wiegt mehr als er selbst! In ein paar Sekunden erbeutet er so zehn Kilogramm Kleinkrebse. Das wiederholt er bei einem tiefen Tauchgang mehrfach.

Mit dieser Methode fängt solch ein großer Furchenwal in wenigen Stunden seinen Tagesbedarf an Futter, über eine Tonne Krill. Wenn er das Maul bei hoher Geschwindigkeit etwa 90 Grad weit öffnet, drücken die Wassermassen gewaltsam hinein. Sie finden Platz, weil sich die Hautfurchen an Kehle und Bauch wie eine Ziehharmonika bis zum Vierfachen dehnen. Schließt der Wal den Kiefer wieder, erinnert er an eine aufgeblähte Riesenkaulquappe. Keine Minute später hat er seine elegante Stromlinienform zurückerlangt - das Wasser ausgespien und den Krill abgeseiht.

Schon vor Jahren bezeichnete Paul Brodie vom Bedford Institute of Oceanography in Dartmouth (Nova Scotia, Kanada) die Ernährungsweise von Finnwalen als größte biomechanische Aktion im Tierreich. Nur Furchenwale bedienen sich dieser Methode: eine Familie der Bartenwale, zu deren Arten neben dem Finnwal unter anderem auch der Blauund der Buckelwal zählen. Wie alle Bartenwale ernähren sich die Furchenwale von kleinen Schalentieren und Fischen, die sie mittels ihrer Barten aus dem Wasser filtrieren. Diese schmalen, großen, zerfransten Hornplatten hängen in großer Zahl dicht an dicht am Oberkiefer.

Erst in den letzten Jahren konnten meine Kollegen und ich Genaueres darüber herausfinden, wie Furchenwale ihre Fressmanöver durchführen ...

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