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Elektronik: Selbstorganisierte Nanodrähte



Aus einer Suppe von verzweigten Polymeren (Kettenmolekülen) und organischen Molekülen kochte ein internationales Team um Virgil Percec von der University of Pennsylvania elektrisch leitende und rundum isolierte Zylinder im Nanoformat. Damit ist es den Forschern erstmals gelungen, leitfähige Moleküle mit isolierenden organischen Molekülen zu einem Material mit neuartigen elektronischen Eigenschaften zu verbinden. Dazu hängten sie an verzweigte Polymere Elektronen-Donator- oder Elektronen-Akzeptor-Gruppen an. Durch Selbstorganisation umwickelten die Kettenmoleküle den leitfähigen Kern mit einer schützenden Hülle, bis Zylinder aus bis zu 1000 Nanometer Länge und 10 Nanometer Durchmesser entstanden. Sie standen dicht gepackt senkrecht zur Oberfläche. Mit dieser einfachen und billigen Methode lassen sich Zylinder einzeln und in großen Verbänden herstellen. Sie könnten als Bauteile in Solarzellen oder als optische Schalter Verwendung finden. (Nature, S. 384, 26.9.2002)

Aus: Spektrum der Wissenschaft 12 / 2002, Seite 88
© Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft mbH

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