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Wirtschaftswissenschaft: Selektive Nachhilfe in Geschichte

Ökonomie kommt ohne Moral und Philosophie nicht aus. Stimmt – aber wo ist die Neuigkeit?

Wissenschaft war die letzten hundert Jahre extrem erfolgreich – so sehr, dass eine enorme Spezialisierung notwendig wurde. Universalgelehrte gibt es nicht mehr, aktive Forscher sind zwangsläufig Fachidioten – was völligwertfrei gemeint ist, denn nur so kann weiterer Wissenszuwachs gelingen.

Aber es gibt interessante Nebeneffekte: Innerhalb eines Fachgebiets, das unvermeidlich den großen Überblick verloren hat, können Selbstverständlichkeiten zu totalen Überraschungen werden. So etwas erleben nun die Ökonomen mit dem Buch "Die Ökonomie von Gut und Böse". Die Kritiken waren so berauschend, dass sie zahlreich auf den Einband der frischen deutschen Ausgabe gedruckt wurden, der prominente Schriftsteller und ehemalige Staatspräsident Václav Havel hat zur tschechischen Originalausgabe des Werks ein Vorwort geschrieben. Welche verblüffende Erkenntnis, welchen neuen und zu diskutierenden Zugang hat der Ökonom Tomáš Sedláček gefunden?

Er wirft einen Blick in die jüngere Menschheitsgeschichte und sagt, Ökonomie ist mehr als Mathematik, Ökonomie braucht Moral und Philosophie. Und die Ökonomen scheinen erstaunt zu sein. Laien haben vermutlich nie etwas anderes gedacht ...
April 2013

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft April 2013

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