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Seleukos I.: Alexanders Erbe

Kampfgeist und diplomatisches Geschick bescherten dem Elite­krieger Seleukos die Königskrone und das größte unter den Diadochenreichen. Auch in dessen Organisation erwies er sich als kluger Kopf – und folgte dem Vorbild Alexanders.

Gemessen an der Größe seines Reichs durfte sich Seleukos I. (um 358–281 v. Chr.) als Gewinner der Diadochenkriege bezeichnen, erhielt er doch am Ende den Löwenanteil am einstigen Alexanderreich. Der Sohn eines makedonischen Generals war seinem Monarchen als »Hypaspistes« nach Asien gefolgt. Er gehörte also zu einer Eliteeinheit der Infanterie, die schnell und flexibel zwischen der lanzenstarrenden Phalanx und der makedonischen Reiterei agierte. Adlige Hypapistai wie Seleukos dienten außerdem in der königlichen Leibwache.

In vielen Schlachten bewährt, stieg Seleukos zu den »Hetairoi« auf, den direkten Gefolgsleuten Alexanders. Als Mitglied dieses elitären Zirkels heiratete er bei der »Massenhochzeit von Susa« 324 v. Chr. eine adlige Perserin, und er war einer der wenigen Teilnehmer, die ihre Ehe nicht wieder lösten ...

Spezial Archäologie - Geschichte - Kultur 1/2019

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Spezial Archäologie - Geschichte - Kultur 1/2019

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  • Quelle

Plischke, S.: Die Seleukiden und Iran. Die seleukidische Herrschaftspolitik in den östlichen Satrapien. Harrassowitz, Wiesbaden 2014