Direkt zum Inhalt
Login erforderlich
Dieser Artikel ist Abonnenten mit Zugriffsrechten für diese Ausgabe frei zugänglich.

Hippocampus: Seltsamer Fisch im Kopf

Der Hippocampus ist nach dem Seepferdchen benannt, ähnelt dem Meerestier aber nur wenig. Heute zählt diese Hirnregion zu den am besten erforschten Strukturen des Kortex - dank einer jahrhundertelangen Entdeckungsgeschichte, die der Neuroanatom Helmut Wicht nacherzählt.
SeepferdchenLaden...
Die beiden Bilder oben zeigen Hippocampi – das ist lateinisch für »Seepferdchen«. Rechts sehen Sie das bekannte Meerestier, nach dem der markierte Hirnteil im Präparat links benannt ist. Erkennen Sie da ein Seepferdchen? Ich nicht.
Ein gewisser Julius Caesar Arantius sah das anders. Der Anatomieprofessor aus Bologna, der von 1530 bis 1589 lebte, hatte vermutlich ein Gehirn so ähnlich wie hier dargestellt präpariert und auf das geblickt, was wir jetzt auch sehen. Statt nun einen Kupferstecher zu beauftragen, eine schöne Illustration davon anzufertigen, beschrieb Arantius 1579 diese Hirnregion in seinen gänzlich bilderlosen "Observationes anatomicae" folgendermaßen ...
Juli/August 2010

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist Juli/August 2010

Kennen Sie schon …

Highlights 1/2019

Gehirn&Geist – Highlights 1/2019: Lernen und Gedächtnis

Besser lernen: Die fünf effektivsten Strategien • Persönlichkeit: Wie Erinnerungen uns prägen • Amnesie: Blackout im Gehirn

Oktober 2016

Spektrum der Wissenschaft – Oktober 2016

In dieser Ausgabe widmet sich "Spektrum der Wissenschaft" dem neuronalem Navigationssystems unseres Gehirns. Außerdem im Heft: Immuntherapie, Quantencomuputer

Lesermeinung

Beitrag schreiben

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Leserzuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Leserzuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmer sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Ausgewählte Lesermeinungen können ohne separate Rücksprache auch in unseren gedruckten und digitalen Magazinen veröffentlicht werden. Vielen Dank!

  • Quellen
Julii Caesaris Arantii Bononiensis [...]: De humano foetu liber, eiusdem Anatomicarum obervationum liber ac De tumoribus liber [...] Venetiis, apud Bartholomeum Carampellum, 1595 (darin Nachdruck der Erstausgabe der "Observationes anatomicae" von 1579).
Übersetzung im Text von Helmut Wicht

Bliss, T. V., Lømo, T.: Long-Lasting Potentiation of Synaptic Transmission in the Dentate Area of the Anaesthetized Rabbit Following Stimulation of the Perforant Path. In: Journal of Physiology 232(2), S. 331-356, 1973.

Golgi, C.: Sulla fina anatomia degli organi centrali di sistema nervoso. V. Sulla fina anatomia di grande piede d'Hippocampo. Milan, Ulrico Hoepli, 1886.

Hyrtl, J.: Onomatologia anatomica. Wilhelm Braumüller, Wien 1880.