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Stereotype

"Sexismus ist heute subtiler"

Die Marburger Psychologin Julia Becker erforscht die Bedeutung von Sexismus im Umgang zwischen den Geschlechtern. Manche verbale Diskriminierung von Frauen mag auf den ersten Blick sogar gut gemeint erscheinen – ist deshalb aber nicht weniger bedenklich. Ein Gespräch über den schmalen Grat zwischen Chauvi und Charmeur.
Julia Becker

Am Anfang war ein Fauxpas: "Sie können ein Dirndl auch ausfüllen", witzelte der FDP-Spitzenpolitiker Rainer Brüderle gegenüber einer Jour­nalistin des "Stern" – und löste damit eine Debatte über die Diskriminierung von Frauen in Politik und Öffentlichkeit aus. "Hat Deutschland ein Sexismus-Problem?", fragte daraufhin nicht nur der ARD-Talker Günther Jauch. Doch was genau ist Sexismus – und wie tritt er in Erscheinung? Die Psychologin Julia Becker ging diesen Fragen nach.
Frau Doktor Becker, Sie untersuchen in Experimenten und Befragungen, welche Formen von Sexismus es gibt und was sie bewirken. Wie kamen Sie zu diesem Forschungsgebiet?
Ich habe in einem Graduiertenkolleg über "gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit" promoviert. Im Rahmen dieses Projekts wurden verschiedene Formen von Vorurteilen untersucht, klassischerweise vor allem Ausländerfeindlichkeit und Rechtsextremismus. Sexismus hatten Psychologen bisher jedoch noch nicht sehr intensiv erforscht …

4/2013

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist 4/2013

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