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Blick in die Forschung: Kurzberichte: Sonderbare Hyperschnellläufer

Wenn der explodierende Weiße Zwerg eine Supernova vom Typ Iax übersteht, kann sein Rest aus dem ursprünglichen Doppelsternsystem geschleudert werden. Sind die nun bekannten Hyperschnellläufer eine neue Klasse solcher überlebender Sterne?
Hyperschnellläufer

Supernovae vom Typ Iax treten in Doppelsternsystemen auf, bei denen ein Partner Materie an einen Weißen Zwerg abgibt (siehe SuW 3/2020, S. 30). Überschreitet dieser die Chandrasekhar-Grenzmasse, so setzt ein explosives Fusionieren des Kohlenstoffs ein. Die Grenzmasse liegt bei diesen Weißen Zwergen, die im Wesentlichen aus Kohlenstoff oder Sauerstoff bestehen, bei 1,457 Sonnenmassen.

Solche Supernovae gelten als mögliche Ursprungsorte von Hyperschnellläufern, wenn in Folge der thermonuklearen Explosion der Weiße Zwerg nicht vollständig zerstört, und sein Überrest aus dem ursprünglichen Doppelsternsystem geschleudert wird. Neben der hohen Geschwindigkeit sollten diese Sterne auch anhand ihrer chemischen Zusammensetzung identifizierbar sein. Mittels Daten des Astrometriesatelliten Gaia sowie spektroskopischer Nachuntersuchungen wurden nun einige solcher Kandidaten gefunden. Diese Hyperschnellläufer könnten somit eine eigene, neuartige Sternklasse von Supernova-Überresten bilden …

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  • Literaturhinweise

Raddi, R. et al.: Partly burnt runaway stellar remnants from peculiar thermonuclear supernovae. Monthly Notices of the Royal Astronomical Society 489, 2019

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