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Therapiemethoden: Sprechstunde in der Traumfabrik

Johnny Depp gibt als »Don Juan« Beziehungstipps, die kranke »Frida« weckt den Lebensmut, und »Der Club der toten Dichter« lehrt Zivilcourage: Hollywood tut Herz und Seele gut. Neuerdings empfehlen Psychotherapeuten ihren Klienten Filme auch zu Behandlungszwecken.
Seit Tagen verdecken graue Wolken den Himmel, das Liebesleben liegt brach, die Schokoladenvorräte sind aufgebraucht. Und seitdem auch noch der Exfreund eine Neue hat, ist es zappenduster in der Seele. Da hilft nur eins: auf dem Sofa zusammenrollen und Filme gucken, die wieder Lust aufs Leben machen. Zum Beispiel »Bridget Jones«, eine Komödie, in der Renée Zellweger als schusselige, aber sympathische Titelheldin immer wieder einen Frosch (Hugh Grant) küssen muss, bevor sie ihren Prinzen (Colin Firth) findet. Sollte das nicht helfen, bietet »Titanic« womöglich eine Alter­nativkur. Wenn der Dampfer sinkt und Leonardo di Caprio in der Rolle des Jack im eisigen Atlantik erfriert, erscheint das eigene Unglück doch vergleichsweise unbedeutend. Wann zum ersten Mal ein Psychotherapeut auf die Idee kam, seinen Patienten im Rahmen einer Behandlung Filme zu empfehlen, ist nicht überliefert. Die Vorstellung, es könne heilsam sein, am Schicksal erdachter Figuren teilzuhaben, geht jedoch bis in die Antike zurück ...

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Literaturtipps

Hesley, J. W., Hesley, J. G.: Rent Two Films and Let’s Talk in the Morning. Popular Movies in Psychotherapy. John Wiley & Sons: New York 2001.

Wolz, B.: E-Motion Picture Magic. A Movie Lover’s Guide to Healing and Transformation. Centennial: Colorado 2005.