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Springers Einwürfe: Der Utopie eine Chance!

Alternative Energie für Entwicklungsländer

Während in den wohlhabenden Industrieländern das Rauchen zunehmend geächtet wird, sitzen Millionen Menschen in Asien und Afrika über offenem Feuer und inhalieren die Abgase von Holz, Holzkohle und Kerosin. Das tun sie im Unterschied zu Nikotinkonsumenten nicht zum Vergnügen, sondern weil sie keinen anderen Zugang zu Licht und Wärme haben. Nach einer Schätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO sind durch das Einatmen des Rauchs von primitiven Kochstellen und Kerosinlampen im Jahr 2012 weltweit mehr als vier Millionen Menschen vorzeitig gestorben. Damit fordert die vorindustrielle Technik der privaten Energieversorgung in den armen Ländern mehr Todesopfer als Malaria, Tuberkulose und Aids zusammen.

Die nächstliegende Antwort auf dieses Elend ist forcierte Industrialisierung – und diesen Weg haben die meisten Staaten der Dritten Welt nach dem Ende der Kolonialzeit auch einzuschlagen versucht. Natürlich, so könnte man achselzuckend feststellen, müssen sie dafür eben denselben ökologischen Preis zahlen, den wir in den Industriestaaten längst entrichtet haben. ...

Juni 2014

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Juni 2014

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