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Springers Einwürfe: Schlechte Zeiten für Tellerwäscher

Neue Analyse historischer Daten belegt wachsendes Sozialgefälle.

Wir Menschen sind nicht alle gleich, und das ist auch gut so. Nicht jeder wird als Genie geboren, nicht alle können als Fußballstar, Schönheitskönigin oder Millionär reüssieren. Ansehen, Einkommen und Besitz sind höchst inhomogen verteilt. Es gibt Reiche und Arme – aber wer will schon arm bleiben? Ungleichheit, so heißt es darum, schafft produktive Anreize für das Streben nach sozialem Aufstieg; sie hält die Gesellschaft in Schwung und die Wirtschaft in Gang.

Dieses Ideal einer freien Wettbewerbsgesellschaft setzt freilich voraus, dass die Menschen nicht bloß unterschiedlich auf die Welt kommen, sondern auch sozial beweglich bleiben. Der Tellerwäscher muss im Prinzip zum Millionär aufsteigen können, wenn er nur entschlossen genug danach strebt. So steht und fällt das Ideal mit der Antwort auf die Frage: Welche Chancen haben Arme, nicht arm zu bleiben? ...

Juli 2014

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Juli 2014

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  • Quelle

Piketty, T., Saez, E.: Inequality in the Long Run. In: Science 344, S. 838 - 843, 2014