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Bild des Monats: Sternengeburt in den Magellanschen Wolken

Von der Südhalbkugel aus lassen sie sich mit bloßem Auge erkennen: Die Große und die Kleine Magellansche Wolke. Diese Aufnahme eines Astronomiefotografen zeigt die beiden Zwerggalaxien als helle Nebel während der Dämmerung nahe dem Las Campanas Observatory in Chile. Mit Hilfe des dort installierten du Pont Telescope haben Astrophysiker um David Nidever von der Montana State University nun 3800 rote Riesensterne in diesen Nachbar­galaxien der Milchstraße beobachtet. Dank eines Spektro­grafen namens APOGEE-2S konnten die Forscher die Häufigkeit von Eisen sowie von Elementen aus Helium-Fusionsprozessen ermitteln.

Damit lässt sich rekonstruieren, wie häufig neue Sterne in der Vergangenheit entstanden sind. In den Magellanschen Wolken war dies zunächst deutlich seltener der Fall als in unserer Milchstraße. Erst in den vergangenen zwei Milliarden Jahren schoss die Sternentstehungsrate in die Höhe. Eine mögliche Erklärung: Die beiden benachbarten Satellitengalaxien könnten unabhängig voneinander in einer ruhigen Ecke des Alls entstanden sein. In diesem Fall hätten sie erst in jüngerer Vergangenheit zueinander gefunden, wobei das Gas im interstellaren Medium der Galaxien aufgewirbelt wurde und sich in manchen Regionen zu Sternentstehungsgebieten verdichtet hat.

März 2019

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft März 2019

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  • Quelle
arXiv 1901.03448, 2019