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Medizin: Strompulse stoppen Blutverlust

Um schwere Blutverluste bei Unfall- oder Kriegsopfern zu vermeiden, binden Ersthelfer die verletzten Adern ab. Was aber, wenn die Wunde an einer unzugänglichen Stelle im Körper liegt? Hier könnte das Verabreichen kurzer, starker Strompulse helfen, die Blutung zu stoppen.

Forscher um Yossi Mandel von der Stanford University schnitten narkotisierten Ratten große Blutgefäße auf. Anschließend behandelten sie die Verletzung mit elektrischen Pulsen. Diese waren zwischen 1 und 1000 Mikrosekunden (millionstel Sekunden) lang und hatten eine Amplitude zwischen 0 und 300 Volt. Je länger und stärker die Pulse waren und je rascher sie aufeinander folgten, desto kräftiger zogen sich die beschädigten Gefäße zusammen, was weiteren Blutverlust verhinderte oder zumindest eindämmte. Der Effekt trat binnen Sekunden ein. Nach Beenden der elektrischen Stimulation weiteten sich die Adern über mehrere Minuten hinweg wieder. Sie ließen sich aber durch wiederholte Stromstöße erneut verengen. ...

September 2013

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft September 2013

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