Direkt zum Inhalt
Futur III

Supervision

Virtuelle Beziehungen haben ihre Tücken.

Seine psychotherapeutische Praxis hatte Nestor Krieger dank starkem Engagement und unermüdlichem Fleiß erfolgreich etabliert – sogar sehr erfolgreich. Seit Jahren schon war sein Terminkalender zum Brechen voll, die Patienten mussten sich mit einer langen Warteliste abfinden. So hatte er kaum gemerkt, wie einsam er geworden war. Persönliche Beziehungen zu anderen Menschen wurden mit der Zeit zur Ausnahme, ja zum Störfall, der lediglich seine berufliche Leistungsfähigkeit beeinträchtigte.

Zunächst war ihm kein Mangel aufgefallen. Sexuelle Flauten lassen sich ja mittels 3-D-Brille und manueller Entspannung problemlos überbrücken. Seinen Job erledigte Dr. Krieger so souverän wie eh und je. Alles verlief in bekannten, bewährten Bahnen. Deshalb traf ihn die Krise so vollkommen unvorbereitet.

Denn plötzlich litt er an Schlafstörungen. In der Therapie war er unkonzentriert; die selbstverliebten Erzählungen seiner Patienten langweilten ihn. Er ging ziellos im Park spazieren. Alles sehr beunruhigend! Und schuld daran war Herr Winkler. …

Oktober 2016

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Oktober 2016

Lesermeinung

Beitrag schreiben

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Leserzuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Leserzuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmer sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Vielen Dank!