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Serie Energie | Teil 4: Tank gegen Teller

Biokraftstoffe sind umstritten. Am schwersten wiegt der Einwand, dass sie Anbauflächen beanspruchen, die dann nicht mehr für die Nahrungsmittelproduktion zur Verfügung stehen. Fortschritte in der Landwirtschaft wie in der Kraftstoffherstellung sollen diese Konkurrenz entschärfen.
Tank gegen TellerLaden...

Als die Formel-1-Rennfahrer von Ferrari vor zwei Jahren beim Großen Preis von Bahrain den ersten und zweiten Platz belegten, hatten sie eine außergewöhnliche Mischung in ihren Tanks: Der Sprit enthielt einen kleinen Anteil von Biokraftstoff der so genannten zweiten Generation, gewonnen aus Lignozellulose (siehe Beitrag S. 74). Selbst die oktangeschwängerte Welt der Formel 1 stellt sich also langsam der Realität des Klimawandels und der schwindenden Ölreserven. Seit 2008 schreibt das Formel- 1-Reglement vor, dass mindestens 5,75 Prozent des Kraftstoffs aus pflanzlichen Quellen stammen müssen. Der beigemischte Biosprit in den Tanks der Ferraris erfüllte dies in vorbildlicher Weise, indem er aus nichtessbaren Pflanzenteilen gewonnen wurde. Damit machte der renommierte Rennstall vor, wie Biokraftstoffe unseren Energiehunger stillen können, ohne die Nahrungsmittelproduktion zu gefährden.

Nach Angaben der Welternährungsorganisation FAO stiegen die Nahrungsmittelpreise in jüngster Vergangenheit außergewöhnlich stark. Kritiker lasten das dem zunehmenden Gebrauch von Biotreibstoffen der ersten Generation an. Diese werden aus essbaren Teilen von Nahrungspflanzen – etwa Zuckerrohr oder Mais – hergestellt und anschließend dem gewöhnlichen Benzin oder Diesel beigemischt...

März 2012

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft März 2012

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