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Temperierende Atemluft

Durch Darüberblasen lassen sich Dinge sowohl erwärmen als auch abkühlen. Wie das?

In der aesopschen Fabel vom Mann und dem Satyr, zitiert nach Lessing, heißt es: "Der Mann bläset in seine kalte Hand, um seine Hand zu wärmen; und bläset in seinen heißen Brei, um seinen Brei zu kühlen. Was? sagt der Satyr; du bläsest aus einem Munde warm und kalt? Geh, mit dir mag ich nichts zu tun haben!"

Es ist allgemein bekannt, dass wir mit warmer Atemluft unsere frierenden Hände wieder auf erträgliche Temperaturen bringen können. Hingegen wird die Behauptung, man könne heiße Flüssigkeiten durch Blasen kühlen, weit weniger akzeptiert; zumindest hält man diese Methode nicht für besonders effektiv. Manch einer sieht in ihr sogar nur ein Ritual, lediglich dazu bestimmt, das Warten auf die von selbst ablaufende Abkühlung zu verkürzen.

Aus Erfahrung wissen wir, dass der Energiegehalt von warmer Luft nicht besonders groß ist. In der Sauna ertragen wir ohne größere Schwierigkeiten Lufttemperaturen von 90 Grad Celsius, während ein Bad in genauso heißem Wasser undenkbar ist. Lässt uns vielleicht dieser große Unterschied zwischen der Wärmekapazität und Wärmeleitfähigkeit von Luft gegenüber denen von Wasser unterbewusst an der Wirkung des Blasens zweifeln?

Januar 2012

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Januar 2012

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