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Forschung Aktuell: Tiefbohrung im größten Meteoritenkrater der USA

Der größte bisher entdeckte Einschlagkrater in den Vereinigten Staaten liegt unter der Chesapeake Bay im US-Bundesstaat Virginia. Er misst 85 Kilometer im Querschnitt und ist vor etwa 35 Millionen Jahren – am Ende des Eozäns – durch den Aufprall eines riesigen Meteoriten von schätzungsweise 2 bis 5 Kilometer Durchmesser entstanden. Allerdings zeigt sich an der Oberfläche keine Spur von ihm; denn der Krater wurde in der Zwischenzeit völlig mit jüngeren Gesteinen verfüllt und zugedeckt.

Deshalb ist er auch erst seit Anfang der 1990er Jahre bekannt. Damals entdeckten Wissenschafter des U.S. Geological Survey die Struktur durch geophysikalische Messungen und Bohrungen. Kurz danach begann meine Zusammenarbeit mit den amerikanischen Kollegen. Schon 1996 konnten wir klare Einschlagspuren nachweisen, die einen vulkanischen Ursprung ausschlossen. So entdeckten wir in Bohrkernen "geschockte" Minerale, die von einem plötzlichen gewaltigen Stoß in ihrer Kristallstruktur völlig verändert wurden und so genannte Schocklamellen aufweisen. Solche Minerale treten in der Natur ausschließlich in Einschlagkratern und deren Auswurfmaterial auf ...
Februar 2009

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Februar 2009

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