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Paläontologie: Tödliche Falle für Dinosaurier

Ein spektakulärer Fossilfund in der Wüste Gobi zeugt von einem prähistorischen Unglück – und erlaubt Paläontologen ungeahnte Einblicke in das Zusammenleben junger Dinosaurier.
Tödliche Falle für Dinosaurier

Ein Fundort wie dieser war mir in vielen Jahren als Dinosaurierfeldforscher noch nicht begegnet. Erst 15 Tage waren wir mitten in der Wüste Gobi in der Inneren Mongolei auf Fossilsuche. Und nun waren wir anscheinend dabei, gleich einen ganzen Friedhof mit ziemlich intakten Dinosaurierüberresten auszugraben.

Ein paar Wochen später hatten wir an dieser Stelle Knochen von reichlich einem Dutzend Tieren frei gelegt. Dazu benutzten wir neben dem üblichen Werkzeug wie Hacke, Pickel und Grabstichel zeitweise auch schweres Gerät, nämlich Bulldozer, die den Boden über den vielen Fossilien schichtweise abtrugen. Wunderbarerweise gehören alle hier lagernden Skelette zu ein und derselben Saurierart, einem äußerlich an Strauße erinnernden Reptil, das inzwischen – auch dank dieses Massengrabs – zu den bekanntesten Dinosauriern zählt: Sinornithomimus dongi.

Begeistert sind wir von der Stätte inzwischen noch aus anderen Gründen: Die Fossilien und Umgebungsspuren lassen erkennen, wie die Tiere vor 90 Millionen Jahren vermutlich verendeten. Ja, sie erlauben sogar Schlüsse auf ihr soziales Verhalten und Gruppenleben. Bis heute durfte ich nie wieder einen so reichen Fund einer einzelnen Dinosaurierspezies miterleben...

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