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Excitotoxizität: Tödliche Reize

Manche Nervenzellen sterben ab, wenn sie zu stark erregt werden. Das kann große Hirnbereiche zerstören, etwa bei Schlaganfällen oder der Parkinson-Krankheit. Um dies zu verhindern, arbeiten Forscher mit Hochdruck daran, die zu Grunde liegenden Prozesse zu verstehen.
Der wichtigste erregend wirkende Botenstoff im Gehirn ist die Aminosäure Glutamat. Wird sie von Neuronen ausgeschüttet, dockt sie an Rezeptormoleküle auf der Oberfläche benachbarter Nervenzellen an und aktiviert diese. Dadurch springen Erregungssignale von einer Zelle zur nächsten und bewegen sich blitzschnell durch das Nervensystem. Normalerweise unterliegt die Kommunikation zwischen den Zellen einer strengen Kontrolle. Versagt diese jedoch und prasselt zu viel Glutamat auf die Rezeptoren ein, so löst dies in den betroffenen Neuronen einen Selbstzerstörungsmechanismus aus. Neurowissenschaftler bezeichnen dieses Phänomen als »Excitotoxizität« (von lateinisch excitare = antreiben und griechisch toxikon = Gift). Greift es immer weiter um sich, können größere Hirngebiete geschädigt werden ...
April 2007

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist April 2007

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Literaturtipps

Mechoulam, R. et al.: Cannabinoids and Brain Injury: Therapeutic Implications. In: Trends in Molecular Medicine 8(2), 2002, S. 58-61.

Marsicano, G. et al.: CB1 Cannabinoid Receptors and On-Demand Defense Against Excitotoxicity. In: Science 302(5642), 2003, S. 84-88.