Direkt zum Inhalt
Login erforderlich
Dieser Artikel ist Abonnenten mit Zugriffsrechten für diese Ausgabe frei zugänglich.

Spieltheorie: Triumph des Edelmuts

Wie ist der "romantische Abend zu zweit" verlaufen? Hier kommt die Auswertung des Experiments, zu dem wir in der vergangenen Juliausgabe mit einem Preisausschreiben aufgerufen haben.
Nähetriumph des Edelmuts
Wir hatten Sie in unserem Preisausschreiben (Spektrum der Wissenschaft 7/2007, S. 96) gebeten, sich auf ein unbekanntes Spiel einzulassen. Eingekleidet in die Geschichte einer Verabredung mit einer reizvollen Person, bestand die Aufgabe darin, durch Wählen einer Zahl in einem gewissen Intervall eine möglichst hohe Punktzahl zu erreichen. Dieselbe Aufgabe stellt sich auch dem Spielpartner, den man nicht kennt und mit dem man sich nicht verständigen kann. Die Punktzahl, die jeder Spieler erhält, hängt nicht nur von der eigenen Wahl, sondern auch von der des Partners ab.

Ein Spieler – nennen wir ihn Alex – muss also versuchen, die Zahl, die seine unbekannte Partnerin wählen wird, möglichst genau einzuschätzen. Dabei wird er berücksichtigen, dass diese – die im Folgenden Bianca heißen soll – ihrerseits eine hohe Punktzahl erzielen will und zu diesem Zweck versucht, Alex’ Zahl vorherzusagen.

Diese Situation ist genau das, was die Spieltheorie ein "Spiel" nennt. Durch die romantische Rahmenhandlung wollten wir klarmachen, dass es nicht darum geht, besser abzuschneiden als der Partner oder auf dessen Kosten einen Vorteil zu ergattern. Jeder sollte nur daran interessiert sein, seine Punktzahl zu maximieren.

Wie verhalten sich Menschen, wenn sie das Verhalten ihres unbekannten Partners abzuschätzen haben und ihnen keine anderen Anhaltspunkte zur Verfügung stehen als die Spielregeln selbst? Das ist insbesondere dann der Fall, wenn...

Kennen Sie schon …

Spektrum der Wissenschaft – Highlights 1/2021: Mathematische Spiele und Strategien

Ziegenproblem: Ist hinter der nächsten Tür eine Ziege oder das Auto? • Gefangenendilemma: Kooperieren, betrügen oder ganz aussteigen? • Strategien der besten Wahl: Wie lange soll die Prinzessin auf den Traumprinzen warten?

Gehirn&Geist – Dossier 2/2020: Sternstunden der Psychologie

Modelllernen: Wann Kinder Gewalt imitieren • Macht der Gruppe: So leicht manipulieren uns andere • Freier Wille: Entscheidet Ihr Hirn, bevor Sie es tun? • Dissonante Gedanken: Wie wir uns täuschen, ohne es zu merken

Spektrum - Die Woche – 24/2019

In dieser Ausgabe widmen wir uns Korallen, dem Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom und dem komplexesten Spiel der Welt.

Lesermeinung

2 Beiträge anzeigen

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Leserzuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Leserzuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmer sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Ausgewählte Lesermeinungen können ohne separate Rücksprache auch in unseren gedruckten und digitalen Magazinen veröffentlicht werden. Vielen Dank!