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Antidepressiva: Überschätzte Glücksbringer

Serotonin-Wiederaufnahmehemmer gelten vielen Ärzten als die schärfste Waffe gegen Depressionen. Doch neuerdings mehren sich Zweifel an ihrer angeblich hohen Wirksamkeit.
Pillen fürs StimmungshochLaden...
"Eines Morgens wachte ich auf und wollte leben." Die US-Amerikanerin Elizabeth Wurtzel war 20 Jahre alt, als sich für sie schlag­artig die Welt veränderte. Seit ihrer Kindheit hatte sie an schweren Depressionen gelitten. Noch kurz vor jenem Schicksalstag konnte sie sich kaum dazu aufraffen, auch nur eine Tasse aus der Küche zu holen. Die kleinste Anstrengung belastete sie schier unerträglich. Jetzt aber erschien ihr die Welt auf einmal ganz neu: "Es war, als sei die Depression von mir gewichen, wie der Nebel im Lauf des Tages aus San Francisco abzieht."
Elizabeth Wurtzel war eine der ersten Patientinnen, die Ende der 1980er Jahre das Antidepressivum Fluoxetin erhielten. Unter dem Handelsnamen Prozac geriet es schnell in den Ruf eines Wundermittels ....
März 2010

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist März 2010

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  • Quellen
Ghaemi, N.: Why Antidepressants are not Antidepressants: STEP-BD, STAR*D, and the Return of Neurotic Depression. In: Bipolar Disorders 10(8), S. 957-968, 2008.

Kirsch, I. et al.: Initial Severity and Antidepressant Benefits: A Meta-Analysis of Data Submitted to the Food and Drug Administration. In: Public Library of Science Medicine 5(2), e45, 2008.

Linde, K. et al.: St John’s Wort for Major Depression. In: Cochrane Database of Systematic Reviews 4, 2008.

Shorter, E.: Before Prozac. The Troubled History of Mood Disorders in Psychiatry. Oxford University Press, Oxford 2009.

Turner, E. et al.: Selective Publication of Antidepressant Trials and Its Influence on Apparent Efficacy. In: New England Journal of Medicine 358 (3), S. 252-260, 2008.