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Umwelt-Konflikte

Mit der Knappheit erneuerbarer Ressourcen – wie Wasser, Ackerboden und Wald – steigen die politischen Spannungen, und gewaltsam ausgetragene Streitigkeiten werden immer wahrscheinlicher. Insofern ist vorsorgende Umweltpolitik ein Mittel zur Krisenvermeidung.

In den nächsten 50 Jahren wird die Weltbevölkerung wahrscheinlich die Neun-Milliarden-Grenze überschreiten, und die Produktion der Weltwirtschaft könnte sich verfünffachen. Infolgedessen ist mit einer dramatischen Verknappung der erneuerbaren Ressourcen zu rechnen.

Die Gesamtfläche der fruchtbaren Ackerböden wird ebenso zurückgehen wie die Ausdehnung der Wälder und die Anzahl der darin lebenden Arten. Künftige Generationen werden damit leben müssen, daß Flüsse, Seen und Grundwasserleiter immer schlechteres Wasser liefern oder sich erschöpfen, die Fischbestände zurückgehen, das Ozon in der Stratosphäre weiter schwindet und vielleicht auch das Klima sich merklich verändert.

Einige besorgte Wissenschaftler warnen zwar schon seit Jahrzehnten, daß derart sich verschärfende Umweltprobleme Bürgerkriege oder internationale Konkurrenzstreitigkeiten auslösen könnten; doch litt die Diskussion bisher unter dem Mangel an sorgfältig erhobenen Daten und Befunden. Um dem abzuhelfen, stellten wir ein Team von 30 Forschern zusammen, das im Auftrag der Universität Toronto (Kanada) und der Amerikanischen Akademie für Geistes- und Naturwissenschaften (American Academy of Arts and Sciences) eine Reihe bestimmter Fälle untersuchen sollte. Die Experten haben nun das vorläufige Ergebnis dieser Studien vorgelegt.

Das gesammelte Indizienmaterial legt eine bestürzende Schlußfolgerung nahe: Schon heute trägt in vielen Entwicklungsländern die Knappheit an erneuerbaren Ressourcen zu aggressiv ausgetragenen Konflikten bei (Bild 1). Sie sind möglicherweise Vorboten einer Welle von Gewalt in kommenden Jahrzehnten – insbesondere dort, wo bereits jetzt eine rapide wachsende Bevölkerung unter Mangel an Wasser, Wäldern und vor allem an fruchtbarem Land leidet.

Konfliktursachen

Bevor wir die Ergebnisse diskutieren, möchten wir betonen, daß die Umwelt nur einer unter vielen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Konfliktfaktoren ist. Einige Skeptiker behaupten sogar, der Mangel an erneuerbaren Ressourcen sei eine Variable zweiten Ranges, die nur gelegentlich in die ursächliche Beziehung zwischen politisch-ökonomischen Faktoren und sozialen Auseinandersetzungen hineinspiele.

Die von uns zusammengetragenen Fakten ergeben ein anderes Bild (siehe Kasten auf Seite 38). Demnach kann ein derartiger Mangel zur treibenden Kraft für einen politischen und ökonomischen Wandel in der Nutzung von Ressourcen werden; womöglich veranlaßt er die Mächtigen, zu ihrem eigenen Vorteil die knappen Ressourcen noch ungerechter zu verteilen.

Überdies ist oft die Verletzlichkeit des Ökosystems eine wichtige Ursache der Verknappung. Diese Empfindlichkeit ist zumindest teilweise naturgegeben; zum Beispiel ist die geringe Mächtigkeit tropischer Hochlandböden nicht kulturbedingt.

Und schließlich scheint in vielen Teilen der Welt die Naturzerstörung bereits so gravierend zu sein, daß sie nicht mehr wiedergutzumachen ist. In solchen Fällen wird sie wohl selbst dann weiter zu sozialen Erschütterungen beitragen, wenn man die ursprünglichen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Schadensursachen durch gezielte Veränderungen des gesellschaftlichen Verhaltens beseitigt hat. Kurzum – ist die Umweltzerstörung erst einmal irreversibel, wird sie zu einer unabhängigen Variablen des Geschehens.

Dagegen wenden die Skeptiker ein, durch Ressourcenknappheit entstehende Konflikte habe es seit Menschengedenken gegeben, und darum seien sie nicht besonders interessant. Wir behaupten aber, daß Tempo, Komplexität und Umfang des Verschleißes an erneuerbaren Ressourcen in den nächsten 50 Jahren ohne Vorbild in der Geschichte sein werden. Ganze Länder können in wenigen Jahrzehnten entwaldet sein, in manchen Regionen wird der Mutterboden im Laufe einer einzigen Generation fast völlig erodiert, und in nur 20 Jahren kann die Ausdünnung des stratrosphärischen Ozons kritische Werte erreichen.

Im Gegensatz zu den nicht erneuerbaren Umweltgütern – zum Beispiel fossilen Brennstoffen oder Eisenerz – bilden die erneuerbaren Ressourcen enorm komplex vernetzte Systeme mit zahlreichen nichtlinearen und rückgekoppelten Beziehungen. Die übermäßige Nutzung oder zerstörerische Ausbeutung einer Ressource zieht vielfältige unvorhergesehene Umweltprobleme und – wenn das System eine kritische Schwelle überschreitet – plötzlichen Mangel nach sich.

Unsere Forschungen lassen schließen, daß die sozialen und politischen Turbulenzen, die durch veränderte Umweltbedingungen ausgelöst werden, nicht dem gängigen Muster von Verknappungs- und Verteilungskonflikten folgen. Es gibt viele historische Beispiele dafür, wie eine Gruppe oder Nation sich die Ressourcen einer anderen anzueignen sucht; so wollte sich Japan während des Zweiten Weltkriegs in China und Südostasien Öl, Erze und andere Rohstoffe sichern. Mittlerweile geht es jedoch sogar um Ressourcen, die – wie die Atmosphäre und die Meere – Gemeingut sind und darum kaum zum unmittelbaren Streitobjekt werden. Wie sich außerdem herausstellt, wirkt die Verknappung dieser natürlichen Lebensgrundlagen sich auf die Gesellschaft oft schleichend und kumulativ aus, etwa als Wirtschaftskrise oder als Verdrängung von Bevölkerungsteilen. Solche Ereignisse können dann ihrerseits Zusammenstöße zwischen ethnischen Gruppen, Aufstände und Bürgerkrieg auslösen. Auch wenn derartige Auseinandersetzungen vielleicht weniger spektakulär oder dramatisch verlaufen als ein Krieg um knappe Rohstoffe, könnten sie die Sicherheit von Entwicklungs- und Industrieländern durchaus ernsthaft gefährden.

Ursachen der Verknappung erneuerbarer Ressourcen

Der Mensch verknappt nachwachsende Rohstoffe und Gemeingüter im wesentlichen auf drei Arten. Erstens kann er ihre Quantität oder Qualität oder beides schneller vermindern, als sie sich regenerieren. Dieses Phänomen wird in der Ökonomie oft als Verbrauch des Kapitals an Ressourcen bezeichnet: Das Kapital erzeugt quasi Einkommen, das für den menschlichen Konsum genutzt wird. Eine nachhaltige Volkswirtschaft würde dieses Kapital definitionsgemäß intakt lassen, also nicht mehr verbrauchen, als durch Erneuerung zur Verfügung steht, so daß auch künftige Generationen davon ungeschmälert leben können. Beträgt etwa die natürliche Neubildung des Mutterbodens in einer Ackerbauregion 0,25 Millimeter pro Jahr, sollte der durchschnittliche Verlust an Boden durch die Bewirtschaftung und andere Aktivitäten nicht höher sein.

Die zweite Verknappungsursache ist das Bevölkerungswachstum. Beispielsweise muß sich mit der Zeit eine größere Anzahl von Menschen die gleiche Menge Wasser teilen.

Die dritte Ursache schließlich ist eine Veränderung in der gesellschaftlichen Aufteilung einer Ressource. Derartige Verschiebungen können das gesamte Angebot in der Hand einer Minderheit konzentrieren, während der Rest extrem unterversorgt bleibt.

Das Beispiel Bangladesch

Diese drei Gründe wirken einzeln oder auch kombiniert. Manchmal wird schon allein das Bevölkerungswachstum soziale Spannungen auslösen. Zum Beispiel leidet Bangladesch weder unter verheerender Auslaugung des Mutterbodens noch unter Erosion von landwirtschaftlich genutztem Land: Jährlich überfluten Ganges und Brahmaputra riesige Gebiete und lagern nährstoffreichen Schlamm ab. Doch die Vereinten Nationen sagen voraus, daß die Bevölkerung des rund 144000 Quadratkilometer großen Staates von derzeit 120 Millionen auf 235 Millionen im Jahre 2025 anwachsen wird. Schon heute ist das Ackerland mit 0,08 Hektar pro Kopf verzweifelt knapp. Die Bevölkerungsdichte liegt mit 833 Menschen pro Quadratkilometer fast dreimal so hoch wie im angrenzenden indischen Bundesstaat Assam. Da in Bangladesch das gesamte landwirtschaftlich nutzbare Land bereits unter Kultur steht, wird das Bevölkerungswachstum die Pro-Kopf-Anbaufläche bis zum Jahre 2025 halbieren. Verheerende Überschwemmungen sowie eine landesweit und kommunal unzureichende Wasserbewirtschaftung verschärfen noch die teils katastrophale Unterversorgung und die daraus folgenden Unruhen.

In den letzten 40 Jahren zogen Millionen von Menschen aus diesem ehemaligen Teil Britisch-Indiens, der zwischen 1947 und 1971 als Provinz Ostpakistan zur Republik Pakistan gehörte und 1974 als eigenständiger Staat von Pakistan anerkannt wurde, in die angrenzenden Gebiete Indiens, wo oft höherer Lebensstandard herrscht. Über die Wanderbewegungen gibt es kaum detaillierte Daten: Die Regierung von Bangladesch sträubt sich, das Ausmaß der Migration zuzugeben, da sie erhebliche Spannungen mit Indien hervorgerufen hat. Dennoch konnte Sanjoy Hazarika, ein Mitglied unserer Forschergruppe und Reporter der „New York Times“ in Neu-Delhi, aus demographischen Daten und Expertenschätzungen einige Übersicht gewinnen. Demnach haben Einwanderer aus Bangladesch und ihre Nachkommen die Bevölkerung der Nachbargebiete um 15 Millionen vermehrt. (Die Flüchtlingsströme während des Bürgerkriegs nach Ausrufung der unabhängigen Volksrepublik Bangladesch 1971 und des daraufhin ausgebrochenen Krieges zwischen Indien und Pakistan waren großenteils bald zurückgekehrt; nur ein oder zwei Millionen Emigrierte blieben, wo sie untergekommen waren.)

Dieser enorme Zustrom hatte in den aufnehmenden indischen Bundesstaaten tiefgreifende soziale Veränderungen zur Folge. Anspruch der Neuankömmlinge auf Land sowie Verschiebungen im politischen und ökonomischen Verhältnis der religiösen und ethnischen Gruppen riefen Konflikte hervor. Zum Beispiel lehnen die Angehörigen des Lalung-Stammes in Assam die Einwanderung von Moslems aus Bangladesch von jeher ab; sie beschuldigen sie, das beste Ackerland zu stehlen. Anfang 1983 brach schließlich während einer heiß umstrittenen Wahl zu den für Assam zuständigen Bundesbehörden die Gewalt offen aus: Im Dorf Nellie töteten Angehörige des Lalung-Stammes in einem fünfstündigen Massaker 1700 Bangalis (Bild 1).

Im Bundesstaat Tripura machen die ursprünglichen buddhistischen und christlichen Einwohner kaum noch 30 Prozent der Bevölkerung aus. Die Mehrheit bilden jetzt hinduistische Einwanderer aus Bangladesch, die teils schon gekommen waren, als das Land noch Pakistans Ostprovinz war. Diese Verschiebung der ethnischen Zusammensetzung rief von 1980 an gewaltsame Aufstände hervor, die erst 1988 beendet wurden, als die Regierung eine Landrückgabe an enteignete Tripuris und einen Einwanderungsstopp für Bangalis verfügte. Doch die Migration läßt sich letztlich nicht mit administrativen Maßnahmen aufhalten; deshalb ist diese Übereinkunft äußerst gefährdet.

In diesem Teil Asiens sind Bevölkerungsbewegungen nichts Neues. In der Kolonialzeit brachten die Briten Hindus aus Kalkutta als Verwaltungskräfte nach Assam und machten Bengali zur offiziellen Landessprache. Doch gerade darum sind die Bewohner Assams besonders empfindlich, wenn es um den Verlust der politischen und kulturellen Kontrolle in ihrem Staat geht. Außerdem haben indische Politiker die Einwanderung oft unterstützt, um Wähler zu gewinnen. Doch heute ist die zunehmende Bevölkerungsdichte in Bangladesch offensichtlich ein Grund für den Exodus. So wichtig die religiösen und politischen Rahmenbedingungen auch sind – sie können nicht verdecken, daß ein Faktor der Konflikte Mangel an Land in Bangladesch ist.

In anderen Teilen der Welt gefährdet eine Kombination aller drei Verknappungsursachen Stabilität und Sicherheit. Durch großangelegte Entwicklungsprojekte, mit denen man den Problemen des Bevölkerungswachstums bei gleichzeitig sinkender Qualität und Menge der erneuerbaren Ressourcen zu begegnen sucht, kann sich die Verteilung eben dieser Ressourcen völlig verändern.

Die Folge ist oft, daß die Versorgung ärmerer Gruppen noch schlechter wird, deren Ansprüche die mächtigen Eliten dann gewaltsam abwehren. Ein Beispiel dafür sind die 1989 ausgebrochenen Streitigkeiten zwischen Mauretaniern und Senegalesen im Tal des Senegal-Flusses, der die Grenze zwischen beiden Ländern bildet.

Umwelt-Konflikte in Afrika

In Senegal gibt es ausreichend Ackerland; es ist aber weithin Winderosion, Verlust an Nährstoffen und Versalzung infolge übermäßiger Bewässerung und Bodenverdichtung ausgesetzt, seit die Landwirtschaft intensiviert wurde. Die Bevölkerungsdichte beträgt 38 Einwohner pro Quadratkilometer, und die Wachstumsrate der Bevölkerung liegt bei jährlich 2,7 Prozent; in 25 Jahren wird sich die Einwohnerzahl wahrscheinlich verdoppelt haben. Im Gegensatz dazu besteht Mauretanien größtenteils aus Wüste und semiarider Steppe, mit Ausnahme einiger weniger Oasen und des Senegal-Tals an seiner Südgrenze. Die Bevölkerungsdichte ist mit etwa 2 Einwohnern pro Quadratkilometer sehr niedrig; die Wachstumsrate liegt allerdings bei 2,8 Prozent pro Jahr. Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (Food and Agriculture Organization, FAO) hat sowohl Mauretanien als auch Senegal auf die Liste derjenigen Länder gesetzt, deren Bevölkerung schon jetzt nicht ohne erhebliche Steigerung des landwirtschaftlichen Aufwands vor allem an Düngemitteln und künstlicher Bewässerung zu ernähren ist.

Normalerweise sind in den alljährlich überfluteten weiten Gebieten zu beiden Seiten des Senegal-Flusses Ackerbau, Herdenwirtschaft und Fischerei ertragreich. Doch in den siebziger Jahren veranlaßten eine schwere Dürre und die Erwartung chronischer Nahrungsmittelknappheit die Regierungen in der Region, mit internationaler Finanzhilfe den Manatali-Staudamm am Bafing, einem Nebenfluß des Senegal in Mali, sowie die Diama-Salzwassersperre an der Mündung des Senegal-Flusses zu bauen. Mit Hilfe der Dämme wollte man Wasserkraft gewinnen, das bewässerte Ackerland vergrößern und den Wasserspiegel in der Trockenzeit anheben; dadurch sollten Lastkähne das ganze Jahr über vom Atlantik bis in das östlich von Senegal und Mauretanien gelegene Binnenland Mali fahren können.

Aber bereits der Plan hatte unbedachte Folgen: Wie der Anthropologe Michael M. Horowitz von der Staats-Universität von New York in Binghamton gezeigt hat, stiegen die Bodenpreise entlang des Flusses überall dort, wo eine hochintensive Landwirtschaft möglich zu werden schien. Die arabische Mehrheit Mauretaniens änderte sogar die Bodengesetzgebung und nahm damit praktisch Schwarzafrikanern das Recht, auf mauretanischer Seite Ackerbau zu treiben, Herden zu weiden und zu fischen.

In Mauretanien hat Rassismus der arabischen Oberschicht gegenüber schwarzen Minderheiten eine lange Tradition. Als im Frühjahr 1989 Mauretanier im Flußtal senegalesische Bauern ermordeten, kam es in den beiden Ländern zu Ausbrüchen ethnisch motivierter Gewalt. In Senegal zerstörte man fast alle 17000 arabischen Geschäfte und deportierte ihre Eigentümer nach Mauretanien. In beiden Staaten wurden mehrere Hundert Menschen umgebracht, und die beiden Nationen standen an der Schwelle zum Krieg. Die mauretanische Regierung nutzte diese Situation zur extensiven Anwendung der neuen Bodengesetze: Sie erklärte die schwarzen Bürger der Islamischen Republik, die entlang des Flusses lebten, einfach zu Senegalesen, nahm ihnen die Staatsbürgerschaft, beschlagnahmte ihr Eigentum und schob etwa 70000 von ihnen nach Senegal ab. Einige begingen von dort aus wiederum Überfälle, um ihr enteignetes Vieh zu holen.

Jetzt unterhalten die beiden Länder wieder diplomatische Beziehungen. Doch keines von beiden erlaubt den Ausgewiesenen die Rückkehr oder hat sie für ihre Verluste entschädigt.

Die Landwirtschaft der Philippinen

In vielen Teilen der Welt ist ein wieder etwas anderer Kausalzusammenhang zu beobachten: Ungleicher Zugang zu Ressourcen, kombiniert mit Bevölkerungswachstum, verursacht Umweltschäden; und die dadurch bedingte Verelendung kann politischen Aufruhr fördern.

Auf den Philippinen zum Beispiel hinterließen die spanische und dann die amerikanische Kolonialverwaltung eine extrem ungerechte Landverteilung. Zunächst schien gleichwohl die Entwicklung günstig. Seit den sechziger Jahren hatte sich die Agrarproduktion durch die sogenannte grüne Revolution drastisch erhöht. Ein Teil der Erträge blieb sogar für den Export übrig, mit dem das Land seine enormen Auslandsschulden zu begleichen suchte.

Durch den Modernisierungsschub fanden auch mehr Menschen Beschäftigung in der Landwirtschaft. Doch wuchs die Bevölkerung mit einer Jahresrate von 2,5 bis 3 Prozent noch schneller. Dies und die ungerechte Verteilung des guten Ackerlands verursachten während einer Wirtschaftskrise in der ersten Hälfte der achtziger Jahre, daß die Arbeitslosigkeit auf dem Lande noch zunahm.

Da die schleppende Industrialisierung keinen Ausgleich bot, sanken die Löhne unablässig weiter. Millionen existenzbedrohter Landarbeiter und landloser Kleinbauern zogen in die Slums ohnehin überquellender Städte, vor allem die der Hauptstadt Manila; weitere Millionen sind in die unfruchtbarsten – und oft ökologisch empfindlichsten – Landstriche ausgewichen, etwa auf steile Berghänge (Bild 2).

In diesen Hochlandgebieten treiben die Siedler notgedrungen Raubbau. Sie schlagen Holz zum eigenen Bedarf, erzeugen Holzkohle und praktizieren Brandrodung; dadurch verursachen sie Erosion und Erdrutsche und stören den Wasserhaushalt. So kam ein Teufelskreis von sinkenden Nahrungserträgen, mehr Rodungen und weiterer Verminderung der Bodenqualität in Gang. Vielerorts läßt sich kaum noch halbwegs fruchtbares Land finden, und den Bauern droht völlige Verelendung.

Die Philippinen leiden schon seit vielen Jahrzehnten unter schweren inneren Unruhen. Die Forscher Celso R. Roque – früher philippinischer Staatssekretär für Entwicklung – und Maria I. Garcia kommen jedoch zu dem Schluß, daß die Ressourcen-Verknappung immer stärker als Triebfeder der von Kommunisten geführten Aufstände wirkte.

Hinter dem Kampf im Hochland mit Guerilla-Angriffen und Anschlägen auf Militärlager stand (anders als im Süden, wo muslimische Bevölkerungsgruppen nach Autonomie strebten) die Verzweiflung vertriebenen Landvolks. In den Bergregionen, die der Kontrolle der Zentralregierung weitgehend entzogen sind, fand in den siebziger und achtziger Jahren die revolutionäre Ideologie der Neuen Volksarmee und der Nationalen Demokratischen Front insbesondere dort Anklang, wo diktatorische Großgrundbesitzer und Provinzbehörden den Arbeitssuchenden nur die Wahl zwischen Rebellion und Verhungern ließen. Zudem knüpften die Insurgenten geschickt an kulturelle Traditionen und Sozialstrukturen der Bauern an.

Ähnliche Zusammenhänge zwischen Degradierung der Umwelt und sozialen Spannungen lassen sich in vielen anderen Regionen erkennen – so am Himalaja, in der Sahelzone, in Indonesien, Brasilien und Costa Rica (siehe den Kasten auf dieser Seite). Bevölkerungswachstum und ungerechte Landverteilung treiben ungezählte Menschen in die Städte oder auf schlecht bebaubare Böden, wo sie ökologische Schäden anrichten und rasch verelenden. Unter Umständen geraten sie schließlich in permanenten Aufruhr, oder sie ziehen weiter und lösen anderswo ethnische Konflikte aus oder machen die urbanen Elendsquartiere zu Unruheherden.

Fußballkrieg und Apartheid

Eine solche Verkettung von Faktoren steckte letztlich auch hinter dem sogenannten Fußballkrieg, einem kurzen, aber verheerenden Konflikt, der 1969 zwischen El Salvador und Honduras ausbrach.

Wie William H. Durham von der Stanford-Universität in Kalifornien gezeigt hat, hatten in El Salvador Veränderungen in der Landwirtschaft (seit 1840 Anbau von Kaffee, dem dann zeitweilig dominierenden Produkt) und der Landverteilung schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts zur Folge, daß sich arme Bauern und Tagelöhner im Hochland konzentrierten. Obwohl sie ein gewisses Verständnis für die Erhaltung des Bodens entwickelten, wurden unter dem Bevölkerungsdruck auch steile Hänge entwaldet, die bald erodierten. Ein Geburtenüberschuß von 3,5 Prozent pro Jahr steigerte die Knappheit des verfügbaren Lands noch mehr, und darum wanderten in den fünfziger und sechziger Jahren rund 300000 Besitz- und Arbeitslose illegal in das benachbarte Honduras aus.

Als dort 1969 eine Agrarreform die wilden Siedler unberücksichtigt ließ, kehrten etwa 15000 nach El Salvador zurück und berichteten von Mißhandlungen. Drei Fußball-Länderspiele zwischen den benachbarten Staaten lösten schließlich den Krieg aus, in dem binnen weniger Tage mehrere Tausend Menschen starben. Wie Durham betont, kümmerte man sich auch danach nicht um die Bodenknappheit in El Salvador, die letztlich den Konflikt verursacht hatte; so konnte sie entscheidend zu den Ursachen des Bürgerkriegs beitragen, der 1979 ausbrach.

In Südafrika setzte hingegen die Apartheid-Politik ein Aufschaukeln unheilvoller Wechselwirkungen in Gang. Millionen von Schwarzen wurden in den unfruchtbarsten und ökologisch anfälligsten Gebieten des Landes zusammengedrängt. Hohe Geburtenraten verschlimmerten die Probleme der Bevölkerungsdichte noch mehr. Im Jahre 1980 mußten zum Beispiel die ländlichen Gebiete der Ciskei – eines der sogenannten Homelands – 82 Menschen pro Quadratkilometer ernähren, die der umgebenden Kap-Provinz nur zwei. Den Bewohnern der Homelands fehlen nach wie vor Kapital und Fertigkeiten, um sich autark machen zu können; sie bleiben Opfer von Amtsmißbrauch und Korruption örtlicher Behörden.

Unter solchen Bedingungen ist eine umweltverträgliche Entwicklung unmöglich. Große Gebiete wurden mangels anderen Brennmaterials gänzlich abgeholzt. Der Mutterboden war einem Bericht von 1980 zufolge schon damals zu fast 50 Prozent mäßig oder stark erodiert, und nahezu 40 Prozent der Grasflächen waren überweidet.

Dieser Verlust an landwirtschaftlichen Ressourcen hat – zusammen mit dem Mangel an anderen Arbeitsplätzen und dem gesellschaftlichen Trauma der Apartheid – in den Homelands eine Subsistenzkrise ausgelöst. Tausende sind in die Städte Südafrikas abgewandert. Die Folge sind rasch anwachsende illegale Schwarzen-Siedlungen, die als Spannungsherde die Entwicklung des Landes zu einer stabilen Demokratie gefährden.

Verlust an Produktivität

Das Schwinden der natürlichen Ressourcen kann externe Gefahren erhöhen. Wird die Autorität von Regierungen untergraben, sehen sich Gegner zu Angriffen ermuntert.

Im Inneren bewirken Armut und Landflucht, daß immer mehr Menschen auf staatliche Hilfe angewiesen sind (Bild 4). Subventionen pflegen jedoch kaum etwas zu bessern, weil sie die Preise verzerren, Kapital falsch verteilen und die wirtschaftliche Entwicklung hemmen.

Läßt die Produktivität nach, sinken auch die Steuereinnahmen. In manchen Ländern schürt die wachsende Kluft zwischen Forderungen an den Staat und dessen tatsächlichen Fähigkeiten die öffentliche Unzufriedenheit, unterhöhlt die Legitimität von Legislative, Exekutive und Administration und verschärft den Streit zwischen verschiedenen Fraktionen der Elite um ihre Vorrechte.

Verstärkter Zugriff auf natürliche Ressourcen wie der Export wertvoller Hölzer mag zwar – etwa in Südostasien und Westafrika – kurzfristig Teilen der Elite Gewinn bringen und die Auslandsschulden verringern; doch das setzt zugleich die langfristige Produktivität der Ressource Wald aufs Spiel. Kahlschlag schmälert die Fähigkeit des Bodens, in Regenzeiten Wasser zurückzuhalten. Überschwemmungen und Sturzfluten beschädigen dann Straßen, Brücken, Bewässerungssysteme und andere Infrastruktur-Einrichtungen. Durch die Erosion der Berghänge verschlammen die Flüsse, was wiederum die Schiffahrt und Wasserkraftwerke beeinträchtigt sowie regionale Wasserkreisläufe verändert und die Bewässerungssysteme verstopft – eine weitere Verminderung der Ernteerträge ist die Folge (siehe „Die Bewertung natürlicher Ressourcen“ von Robert Repetto, Spektrum der Wissenschaft, August 1992, Seite 36).

Für China hat Václav Smil von der Universität von Manitoba in Winnipeg (Kanada) den kombinierten Einfluß von Umweltproblemen auf die Produktivität abgeschätzt. Als wirtschaftliche Hauptbelastungen identifizierte er schlechtere Ernten durch die Verschmutzung von Wasser, Boden und Luft, geringere Lebenserwartung aufgrund der Luftbelastung, Ackerland-Verluste durch Bautätigkeit und Erosion, Minderung der Bodenqualität und Überschwemmungen infolge von Erosion und Entwaldung sowie Nutzholz-Verluste mangels geeigneter forstwirtschaftlicher Methoden. Smil veranschlagt die jährlichen Kosten auf mindestens 15 Prozent des gegenwärtigen Bruttoinlandsprodukts und ist überzeugt, daß diese Einbußen in den nächsten Jahrzehnten noch drastisch zunehmen werden.

Smil erwartet überdies, daß einige zehn Millionen Chinesen versuchen werden, aus dem verarmten Landesinneren und den nördlichen Regionen, wo Wasser und Brennholz extrem knapp sind und der Boden oft stark geschädigt ist, in die prosperierenden Küstenstädte abzuwandern. Er sieht heftige Konflikte zwischen den betroffenen Regionen wegen der Wasserverteilung und Massen-Migration voraus. Alles in allem könnten solche politisch-ökonomischen Belastungen, die von verfehlter und übermäßiger Nutzung von erneuerbaren Ressourcen und Gemeingütern herrühren, den chinesischen Staat erheblich schwächen.

Wassermangel in der Levante

Auch im Nahen Osten wird sich künftig der Wassermangel verschärfen und vermutlich die politischen Konflikte noch zuspitzen (Bild 3). Für Israel schätzt Miriam R. Lowi von der Universität Princeton (New Jersey) die durchschnittlich pro Jahr sich erneuernde und damit verfügbare Wassermenge auf rund 1,95 Milliarden Kubikmeter. Etwa 60 Prozent davon sind Grundwasser; der Rest stammt aus Flüssen, ablaufenden Niederschlägen und Kläranlagen. Gegenwärtig verbraucht Israel – einschließlich der besetzten Gebiete und der Golan-Höhen – aber rund 2,20 Milliarden Kubikmeter. Das jährliche Defizit von 200 Millionen Kubikmetern wird durch die Überausbeutung der Brunnen ausgeglichen.

Dadurch ist der Grundwasserspiegel in einigen Teilen Israels und der Westbank so bedenklich abgesunken, daß die Brunnen zu versalzen drohen; insbesondere könnte allmählich Salzwasser vom Mittelmeer in die Reservoire unter den Küstenebenen eindringen. Zudem wird die Bevölkerung von heute 4,6 bis zum Jahre 2020 vermutlich auf 6,5 Millionen ansteigen. Berücksichtigt man noch die weitere Einwanderung aus der ehemaligen Sowjetunion, dürfte das Land dann mehr als 2,60 Milliarden Kubikmeter Wasser benötigen.

Zwei der drei ergiebigen Grundwasserleiter, auf die Israel angewiesen ist, liegen größtenteils unter der Westbank, der Landschaft Samaria westlich des Jordans, werden aber von Israel angezapft. Damit stammen fast 40 Prozent des in Israel verbrauchten Grundwassers aus besetzten Gebieten. Um diese wichtige Quelle zu schützen, hat die israelische Regierung den Verbrauch dort drastisch eingeschränkt: Von den jährlich insgesamt verfügbaren 650 Millionen Kubikmetern dürfen die Araber nur 125 Millionen nutzen; bis ins einzelne ist vorgeschrieben, wie viele Brunnen sie in diesem Gebiet bohren, welche Mengen sie pumpen und wann sie Land bewässern dürfen.

Zudem ist die Verteilung höchst ungleich: Pro Kopf verbrauchen die jüdischen Siedler etwa viermal soviel wie die Araber. Diesen ist untersagt, neue Brunnen für die Landwirtschaft zu bohren, während die israelische Wassergesellschaft Mekorot für die Siedler mehr als 30 Brunnen angelegt hat, darunter sehr tiefe, so daß die örtliche Landwirtschaft der Araber darunter leidet, daß einige ihrer eigenen versalzen. Diese Politik sowie die Beschlagnahme landwirtschaftlicher Nutzflächen für jüdische Siedlungen und andere Restriktionen haben viele arabische Bauern veranlaßt aufzugeben; sie wurden arbeitslos oder verdingten sich als Tagelöhner in Israel.

Der gesamte Nahe Osten steht vor immer ernsteren und komplizierteren Wasserproblemen, und viele Experten sehen dadurch die Stabilität der Region gefährdet. Schon im Sechs-Tage-Krieg im Juni 1967 ging es Israel auch um Ressourcen-Gewinn: Es erlangte die Kontrolle über den größten Teil des Wasservorrats im Jordan-Tal. Bei den gegenwärtigen Nahost-Friedensgesprächen sucht man aus Sorge um drohende Engpässe multilaterale Abkommen zum Wasserrecht auszuhandeln.

Obwohl in Zukunft regelrechte Kriege nur um Wasser durchaus denkbar sind, scheinen sie in diesem Falle unwahrscheinlich, da Israel militärisch eindeutig überlegen ist. Eher wird die Knappheit dieses Gutes vor dem Hintergrund althergebrachter ethnischer und politischer Konflikte die Spannungen innerhalb der und zwischen den unterschiedlichen Bevölkerungen des Jordan-Tals verschärfen. Thomas Naff von der Universität von Pennsylvania in Philadelphia sagte kürzlich in einem Experten-Hearing vor dem amerikanischen Kongreß: „Statt eines Kriegs unter den Jordan-Anrainern in naher Zukunft... wird es in diesem Jahrzehnt aufgrund der Wasserkrise eher zu Unruhen, Regimewechseln, politischer Radikalisierung und innenpolitischer Instabilität kommen.“

Umweltschutz als Krisenvermeidung

Offensichtlich vermag also der Umstand, daß erneuerbare Ressourcen rar sind oder werden, zu Konflikten beizutragen, und wahrscheinlich wird deren Häufigkeit künftig zunehmen. Dennoch behaupten einige Politologen immer noch, Verknappungen seien an und für sich nicht wichtig – ausschlaggebend sei nur, ob Menschen dadurch Schaden erleiden; Zwangs- und Notlagen könnten vermieden werden, wenn die politischen und wirtschaftlichen Systeme Anreize und Mittel dafür bereitstellten, die schädlichen Auswirkungen von Umweltproblemen zu mildern oder zu beheben.

Unsere Untersuchungen bieten keine überzeugenden Indizien für oder gegen dieses Argument. Wir müssen mehr über die Bedingungen wissen, unter denen Einfallsreichtum auf Veränderungen der Umwelt zu reagieren vermag. Erfindungsgabe ist nötig, um Mängel zu kompensieren – beispielsweise durch neuartige land- und forstwirtschaftliche Technologien. Doch ebenso erforderlich ist soziale Flexibilität, um die Menschen durch geeignete Institutionen vor den Folgen von Umweltschäden zu schützen und ihnen die richtigen Anreize für technische Innovationen zu geben.

Oft wird übersehen, wie wichtig soziales Ingenium als Vorbedingung für technische Erfindungsgabe ist. Ohne ein komplexes und stabiles System von Märkten, gesetzlichen Regeln, Geldgebern sowie Bildungs- und Forschungseinrichtungen lassen sich viele Innovationen weder entwickeln noch durchsetzen – seien es neue Getreidesorten, die an trockenes Klima und ausgelaugte Böden angepaßt sind, alternative Kochverfahren, die den Mangel an Feuerholz ausgleichen, oder Methoden zur Wassereinsparung. Die armen Länder sind mit diesen sozialen Ressourcen nicht nur schlecht ausgestattet; vielmehr wird die Fähigkeit, geeignete gesellschaftliche Voraussetzungen auszubilden und aufrechtzuerhalten, gerade durch die Umweltprobleme geschwächt, denen diese Staaten abhelfen möchten.

Die hier vorgestellten Fallstudien lassen den Schluß zu, daß es bedeutsame Kausalzusammenhänge zwischen der Knappheit erneuerbarer Ressourcen und sozialer Gewalt gibt. Um solche Spannungen zu vermeiden, sollten die Nationen vorsorglicher handeln. Das bedeutet, daß reiche und arme Länder zusammenarbeiten müssen, um das Bevölkerungswachstum einzuschränken, die natürlichen Güter im Inneren und untereinander gerechter zu verteilen und eine nachhaltige Entwicklung zu fördern, welche die Umwelt nicht zerstört, sondern regeneriert.


Aus: Spektrum der Wissenschaft 4 / 1993, Seite 36
© Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft mbH

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