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Bild des Monats: Und sie bewegen sich doch!

Die Sanddünen in den nordpolaren Regionen des Mars sind nicht so statisch, wie Astronomen lange dachten. Bilder des Mars Reconnaissance Orbiter offenbarten jetzt, dass an manchen Orten binnen eines Marsjahres hunderte Kubikmeter Sand die Dünen herabrutschen. Ein internationales Forscherteam zeigte außerdem, dass die Veränderlichkeit der Dünen auch von sublimierendem Kohlendioxideis herrührt. Das im Frühjahr unter der Oberfläche entstehende Gas drängt durch feine Spalten ins Freie und bringt dadurch zunächst am Dünenkamm einzelne Sand- und Eiskörner ins Rollen. Aus dem feinen Rieseln entstehen schließlich neue Rinnen in den Hängen und frische Sandablagerungen am Dünenfuß. An manchen Stellen vertieft der Wind die entstandenen Kerben und formt Sandrippel wie am Strand. Das Bild, dessen Details durch farbliche Nachbearbeitung hervorgehoben sind, zeigt eine Fläche von etwa einem halben Quadratkilometer. Die dunklen »Flecken« stellen vom Gas mitgeführten und dann herabgesunkenen Staub dar. Die hellen Bereiche markieren, wo austretendes Kohlendioxidgas infolge adiabatischer Expansion gefror und sich ablagerte.

Kennen Sie schon …

Sterne und Weltraum – Sterne am Tempolimit: Was beschleunigt die galaktischen Raser?

Hyperschnellläufer sind Sterne, die mit Hunderten bis Tausenden Kilometern pro Sekunde durchs All rasen. Wir gehen der Frage nach, welche gewaltigen Prozesse solche Ausreißer beschleunigen und woher sie stammen. Darüber hinaus berichten wir über das ESA Weltraumteleskop CHEOPS, mit dem seit 2019 äußerst präzise Daten über bereits bekannte Exoplaneten gesammelt werden, die Grundlage für neue Entdeckungen sind. Die Mission hat sich als so erfolgreich erwiesen, dass sie möglicherweise bis 2029 weiterläuft. Unsere Autorin zieht eine Zwischenbilanz und zeigt, welche exotischen Welten CHEOPS bereits enthüllt hat. Im Beobachtungsteil richten wir den Blick auf die Sonnenfinsternis am 12. August 2026 über Europa. In Deutschland wird sie als tief stehende partielle Finsternis sichtbar sein. Unser Autor erklärt, was Sie als Beobachter wissen müssen: vom Verlauf des Totalitätsstreifens über die Standortwahl bis zur sicheren Beobachtung und fotografischen Dokumentation.

Sterne und Weltraum – Gestrandet – Proben von Perseverance bleiben auf dem Mars

Der Rover Perseverance hat seit 2021 viele Daten und Gesteinsproben vom Mars gesammelt – doch die geplante Rückholmission der Proben ist aus Kostengründen abgesagt. »Little red dots« in Tiefenfeldaufnahmen des James Webb Teleskops geben Rätsel auf – was leuchtet da am Himmel? Könnten sie Einblicke in die frühen Entwicklungsphasen unseres Universums ermöglichen? Darüber hinaus: Zwei Astrofotografen testen ein Smart-Teleskop, das überraschend tiefe Einblicke ins Universum ermöglicht.

Sterne und Weltraum – Überlebt – Messier 54 – Relikt einer Kollision mit unserer Galaxis

Ein Amateurastronom hat auf der Basis eigener Beobachtungen und wissenschaftlicher Erkenntnisse den Kugelsternhaufen Messier 54 untersucht, der sich optisch in der Nähe des Milchstraßenzentrums befindet. Er entpuppt sich als fernes extragalaktisches Relikt: Der Haufen ist ein Überbleibsel einer Zwerggalaxie, die mehrfach das Zentrum unserer Galaxis umläuft und dabei zerstört wird. Außerdem berichten wir über die vierjährige Marsmission der NASA-Sonde InSight, die dort unter anderem den Wärmefluss im Boden messen sollte. Weiter werfen wir einen Blick auf Forschungsansätze zur Hawking-Strahlung, nach denen unser Universum schneller als gedacht zerfallen könnte und stellen ein Projekt der Südtiroler Schülergruppe »astrocusanus« vor, die mit einem leistungsstarken Teleskop auf die Suche nach lichtschwachen Kleinkörpern geht.

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