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Genetische Psychologie: Unser flexibles Erbe

Wie sich ein Mensch entwickelt, bestimmen die Gene maßgeblich mit. Doch das ist nur die eine Seite der Medaille. Denn umgekehrt können tief greifende Erfahrungen auch unsere Erbanlagen beeinflussen – und sogar dauerhaft verändern.
Jedes Kind lernt heute in der Schule: Unsere Erbanlagen geben die genauen »Bauanleitungen« für sämtliche Eiweißmoleküle unseres Körpers vor. Diese wiederum regeln als Transporter, Pumpen, Signalempfänger, Enzyme und vieles mehr quasi den gesamten Stoffwechsel. Letztlich – so die verbreitete Ansicht unter Laien wie Fachleuten – kommt den Genen also die Rolle der »Oberkommandierenden« im Organismus zu. Demnach würden die Erbanlagen nicht nur festlegen, wie wir aussehen, sondern auch, wie unser Körper funktioniert. Selbst das Spektrum unseres Verhaltens – als Resultat der Gehirn- tätigkeit – wäre genetisch mehr oder weniger vorbestimmt. Doch die Vorstellung von der Allmacht der Gene beruht auf einem Missverständnis. Denn Gene funktionieren nicht nach einem starren Prinzip. Vielmehr arbeiten sie äußerst flexibel, angepasst an unsere aktuelle Lebenssituation und beeinflusst von unseren bisherigen Erfahrungen …
September 2007

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist September 2007

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Literaturtipps

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