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Geologie: Verschmelzende Vulkaninseln

Im Pazifik südlich von Japan lässt sich derzeit verfolgen, wie eine vulkanische Insel entsteht. Etwa 1000 Kilometer südlich von Honshu, in der Bonin-Inselgruppe, durchbrach im November 2013 ein kleiner Vulkan den Meeresspiegel und bildete ein neues Eiland mit dem Namen Niijima. Es lag anfangs rund 200 Meter von der Insel Nishinoshima entfernt, die ebenfalls vulkanischen Ursprungs ist. Mittlerweile sind beide verschmolzen und bilden eine Landmasse, die mehr als einen Kilometer lang ist und kontinuierlich weiterwächst.

Nahe der Bonin-Inselgruppe taucht die Pazifische unter die Philippinische Platte ab. Das Gestein schmilzt in der Tiefe und nährt örtliche Vulkane, darunter den Erzeuger von Niijima. Dieser ist dauerhaft aktiv, so dass ständig neues Material aus dem Erdinnern an die Oberfläche gelangt und das Eiland vergrößert. Der Vulkankegel ragt inzwischen mehr als 60 Meter in die Höhe – dreimal so viel wie noch im Dezember. Es ist daher eher unwahrscheinlich, dass Wellen und Meeresströmungen das neue Eiland schon bald wieder abtragen werden. Die Bonin-Inseln waren seit ihrem Entstehen vor etwa 48 Millionen Jahren nie mit einem Kontinent verbunden, weshalb sich auf ihnen eine einzigartige Flora und Fauna entwickeln konnte.

Juni 2014

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Juni 2014

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