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Händigkeit: Verzerrtes Selbstbild

Rechtshändern erscheint ihre rechte Körperhälfte oft größer als die linke. ­Wie kommt das? Laut Studien an Schlaganfallpatienten gründet die asymmetrische ­Eigenwahrnehmung darauf, wie das Gehirn unser Körperbild erschafft.
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Gedränge auf den Gehwegen, überfüllte Geschäfte – ein Samstag in der Innenstadt kann anstrengend sein. Während wir in Gedanken die Liste der Erledigungen durchgehen, schlängeln wir uns durch die Menschenmassen. Und wir müssen dabei nur selten bewusst über eine brisante Frage nachdenken: Wie vermeiden wir es eigentlich, mit anderen Passanten zusammenzustoßen?
Ganz automatisch analysiert unser Gehirn permanent die Position unseres Körpers ­relativ zum entgegenkommenden Menschenstrom. Sich ohne Rempler durch ihn hindurchzumanövrieren, klappt allerdings nur, wenn wir unsere Körperdimensionen, etwa Schulter- und Hüftbreite, stets vor dem inneren Auge präsent haben. Manchmal verschätzen wir uns – und schon kommt es beim Zickzackkurs zu Kolli­sionen.

In einer Reihe von Untersuchungen am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig stellte ich gemeinsam mit meinen Kollegen fest, dass vor allem Rechts­händer Probleme mit der Wahrnehmung ihres Körpers haben ...

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  • Quellen

Bates, E. et al.: Voxel-Based Lesion-Symptom Mapping. In: Nature Neuroscience 6, S. 448-450, 2003

Hach, S. et al.: Hard and Fast Rules about the Body: Contributions about the Action Stream to Judging Body Space. In: Experimental Brain Research 212, S. 563-574, 2011

Hach, S., Schütz-Bosbach, S.: Sinistral's Upper Hand: Evidence for Handedness Differences in the Representation of Body Space. In: Brain and Cognition 72, S. 408-418, 2012

Hach, S., Schütz-Bosbach, S.: Touching Base: The Effect of Participant and Stimulus Modulation Factors on a Haptic Line Bisection Task. In: Laterality: Asymmetries of Body, Brain and Cognition 17, S. 180-201, 2012